Der Morgen begann mitten in der Natur im Wildniscamp am Falkenstein: Je nachdem, wo man geschlafen hatte, wurde man vom Plätschern des Flusses geweckt, lag geschützt in einer Erdhöhle oder hatte die Nacht hoch oben in einem Baumhaus verbracht. Weiterlesen
Tagebuch der Studierenden des Exzellenten Sommers 2026

Der Exzellente Sommer 2026 findet vom 11.09. – 11.10.26 statt. Es nehmen 39 Studierende aus ganz Deutschland teil. Hier erzählen uns die Studierenden von ihrem spannenden und lehrreichen Alltag im Bayerischen Wald.
Sie können hier mitverfolgen, was die Studierenden während ihrer Zeit im Bayerischen Wald erleben.
Zitate
Für mich war jeder Tag mit besonders! Der Arzt hat in seinen nun fast 35 Jahren Berufserfahrung so viel erlebt, dass man daraus nicht nur einen Film (Spoiler: Den gibt es als Geschenk) sondern wahrscheinlich auch drei Bücher schreiben könnte. Sobald man mit ihm durch die Umgebung fährt hat er (ungelogen) zu jedem Haus und Geschäft Geschichten über zwei Generationen zu erzählen. Ebenfalls besonders ist, dass der Arzt aus der Praxis heraus auch Notarzteinsätze fährt. Es kommt als immer mal wieder vor, dass man beim Blutabnehmen oder im Anamnese-Gespräch aufspringt in sein Auto läuft und zu einem Einsatzt fährt. Es wird nie langweilig in der Praxis!
Learnings: Landarzt sein! Mein Arzt ist ein Landarzt wie er im Bilderbuch steht. Zum Landarzt sein gehört jedoch nicht nur, die Patienten in ihren medizinischen Fragen zu beraten und im Endeffekt zu therapieren. Nein, zum Landarzt sein gehört Menschlichkeit und für die Menschen zu jedem Zeitpunkt da zu sein. All das erfüllt ihn jeden Tag aufs Neue mit einer unglaublichen Motivation und fachlichen Präzision. In der Praxis lernt man alles was man noch nicht kann und vieles darüber hinaus.
Der Arzt inspiriert in seinem Umgang mit Patienten und der Energie die er jeden Tag aufs Neue aufbringt damit es seinen Patienten gut geht und sie maximal versorgt sind. Es ist ungemein aufregend Notarzteinsätze zu fahren und man erlebt sehr viel! Die Patienten die er meist seit Generationen betreut sind einzigartig und haben alle auf Ihre eigene Weise eine ganz besondere Geschichte zu erzählen. Ich kann dich nur dazu motivieren diese zu erfragen und staunend zuzuhören was die Menschen im Bayrischen Wald alles so erleben/erlebt haben.
In der Praxis wird man vom ganzen Team mit offenen Armen empfangen. Je nachdem, wie viel man sich zu Beginn zutraut, darf man sofort an die Pateint:innen oder man läuft erstmal ein/zwei Tage mit und steigert dann die Aufgabenbereiche von Tag zu Tag. Die Ärztin ist wahnsinnig kompetent, freundlich und sehr geduldig, wodurch eine einmalige Lernatmosphäre geschaffen wird. Es wurde deutlich, dass die Ärztin sehr offene, zeitgemäße Werte vertritt. Alles in allem einfach eine 1a Praxis.
In dieser Praxis hast du die Möglichkeit, unglaublich viel zu lernen. Manchmal kann das Tempo hoch und die Situation etwas herausfordernd sein. Diese Erfahrungen sind jedoch aufgrund der guten Betreuung sehr förderlich für deine persönliche und berufliche Entwicklung.
Mein schönstes Erlebnis war meine erste Naht, die ich selbstständig machen durfte. Bisher hatte ich nur an Schweinehäuten geübt und noch nie an einem Menschen, deshalb war ich auch etwas nervös. Es ging um eine Hautveränderung, die herausgeschnitten werden musste. Nachdem ich das gemacht hatte, durfte ich die Wunde auch wieder zunähen. Der Patient kam einige Tage später zum Fadenziehen, dort habe ich ihn dann nochmals gesehen und es ist alles gut verheilt, was mich dann natürlich sehr gefreut hat.
Ich fühlte mich sehr „ärztlich“ aber gleichzeitig aufgehoben; war über den Tag in einen angenehmen Flow geraten; von den ersten Patient*innenkontakten als Zuschauerin, über DMPs bei supernetten MFAs und Hausbesuchen, bis hin zu diversen „eigenen“ Patient*innen am Nachmittag, bei denen ich (fast) alles richtig gemacht hatte, das ganze durchsetzt von Aufmunterung und Anerkennung.
Woche 1
12.09.
13.09.
Was haben Streichhölzer, Lappen, Radiergummi, Antibrumm und Korken gemeinsam? Es ist der Pilz „Zunderschwamm“! Mit dieser Frage aus der Wanderung des gestrigen Tages und noch viel mehr Gedanken von den Gesprächen am Lagerfeuer sind wir am Sonntag dann aufgestanden. Weiterlesen
14.09.
Der Tag begann um 6:20 Uhr mit dem Klingeln des Weckers. Voller Aufregung und Vorfreude tauschten wir uns direkt mit unseren Zimmerpartnern über die vergangene Nacht aus. Anschließend machten wir uns gemeinsam fertig, putzten abwechselnd die Zähne und nach und nach erwachte das gesamte Haus zum Leben. Weiterlesen
15.09.
Unseren Weg zur Praxis störten neben ein paar aufgeschreckten Rehen nur wenige Verkehrsteilnehmer, sodass ich vor Praxisöffnung sogar noch etwas Zeit hatte, die Patienten von gestern noch einmal im Kopf durchzugehen und mir gute Fragen für die beiden Ärzte in meiner Praxis zu überlegen. Weiterlesen
16.09.
Um 12 Uhr war dann mein Vormittag in der Praxis vorbei. Danach ging es mit einem am Vortag vorbereiteten Mittagessen in eine kurze Mittagspause. Anschließend stand als letzter Programmpunkt noch ein Sono-Teaching in einer Praxis in Bad Kötzting auf dem Programm. Dort waren wir insgesamt vier Studierende aus unserem Haus. Weiterlesen
17.09.
Heute starteten wir mit einem eher langsamen Morgen und konnten bei schönstem Wetter ganz entspannt in den Tag starten. Nachdem wir uns dann doch langsam fertig gemacht hatten, ging es auch schon los Richtung Praxis. Weiterlesen
18.09.
Ich darf einen Tag bei der Physiopraxis, die sich ebenfalls im Haus befindet, reinschnuppern.
Außerdem stehen Impfungen, Blutabnahmen, EKGs und Check-Up Untersuchungen an. Nachdem ich 2 Mal zuschaue, darf ich sogar einen diabetischen Fußstatus unter Beaufsichtigung abnehmen. Weiterlesen
Woche 2
19.09.
Der erste Samstag im Projekt. Endlich mal ausschlafen – zumindest fast. Denn auch heute ist Teaching. Unsere Gruppe aus Bad Griesbach düst um 08.30Uhr los, nach einem kurzen KaKee-Frühstück, um Untersuchungstechniken in Regen zu lernen und zu vertiefen. Insgesamt vier Dozierende haben sich extra den Samstag Zeit genommen, um uns Basics beizubringen, von denen wir dachten wir würden sie können. Weiterlesen
20.09.
Der Blick auf den Berg, Hoch thronend im Nebelmeer, Der Wind streift sein Haupt.
Heute wachte ich mit ein paar Freunden im Haus Grafenau auf, da dort gestern Abend eine Fete stattfand und wir freundlicherweise dort schlafen konnten. Weiterlesen
21.09.
Nach einem ereignisreichen Wochenende klingelte der Wecker heute zum Start in unsere zweite Woche wieder um sechs Uhr. Die frühe Uhrzeit ist noch immer eine kleine Herausforderung, wird aber langsam zur Gewohnheit. Weiterlesen
22.09.
Die Besprechung ist für uns Studierende sehr interessant, weil die Vorgeschichte sowie die aktuelle Anamnese und Symptomatik der Patient*innen sowie geplante Diagnostik und Therapie sehr genau besprochen werden und wir auch viele Fragen stellen können. Heute war ich zusammen mit Clara bei Herrn Trabold in der Neurologie eingeteilt. Weiterlesen
23.09.
Der Morgen hat wieder mit einem Sonnenaufgang begonnen, für den sich das frühe Aufstehen fast schon lohnt. Auf der Strecke gibt es immer wieder etwas zu entdecken wie Rehe am Wegesrand oder in Nebel getauchte Waldabschnitte. Diese kleinen Momente lassen mich die Natur des Bayerischen Waldes noch einmal ganz anders wertschätzen. Weiterlesen
24.09.
Am Nachmittag ging es für uns vor dem Nahtkurs noch in ein süßes Café in der Chamer Innenstadt und auf die Mission für eben diesen 20 Schweinefüße bei der Metzgerei abzuholen. Nähen? In der Theorie relativ einfach, aber in der Praxis eine echte Herausforderung. Weiterlesen
25.09.
Wie jeden Morgen starteten wir früh in den Tag, um uns auf den Weg in die Praxis zu machen. Die Stimmung im Auto war wie immer gut und der schöne Sonnenaufgang stimmte uns schon mal auf ein sonniges Spätsommerwochenende ein. Weiterlesen
Woche 3
26.09.
Heute stand der sogenannte „Chroniker-Tag“ auf dem Programm. In vier verschiedenen Räumen ging es um Erkrankungen, die einem wahrscheinlich in jeder Hausarztpraxis regelmäßig begegnen werden. Für uns startete der Tag mit dem Thema „Asthma und COPD“. Weiterlesen
27.09.
Endlich ist Sonntag, der einzige Tag, der ohne Wecker beginnt! Nachdem ich aufgewacht bin, bleibe ich noch kurz im Bett liegen, lese etwas, und beschließe dann, den Tag mit einem kleinen Spaziergang zu beginnen. Weiterlesen
28.09.
Kaum zu glauben, dass wir uns nun schon in der dritten Woche der Famulatur befinden!
Mittlerweile ist man morgens schon im altbekannten Trott- wir kommen pünktlich los, haben leise Musik laufen und genießen den Blick auf die nebelverhangenen Täler an denen man sich einfach nicht satt sehen kann. Weiterlesen29.09.
Wie jeden Morgen unter der Woche klingelt bei uns der Wecker an diesem Dienstag um 6 Uhr. Nach Frühstück, einem ganz großen Kaffee und ein bisschen Getratsche geht es für uns um kurz vor 7 ins Auto. Zu fünft fahren wir los, mit guter Laune, lautem Mitgesinge und einem wunderschönen Sonnenaufgang auf dem Weg zu den Praxen. Nach und nach werden alle abgeliefert, bis ich schließlich in meiner Praxis ankomme. Weiterlesen
30.09.
Um 6 klingelt der Wecker, das Frühstück ruft. Von getoastetem Brot mit Rührei bis Lebkuchen auf die Hand, ist alles dabei. Gut, dass den Patient/innen immer zu einem gesunden Lebensstil geraten wird. Dann ab ins Auto nach Cham. Ich darf heute DJ spielen, während die Sonne über der Landstraße nach Wiesel aufgeht. Weiterlesen
01.10.
In der Praxis war wie immer einiges los. Akutvorstellungen, Kontrolluntersuchungen, EKG- und Laborbesprechungen sowie Sono-Untersuchungen füllten den Vormittag. Dann wartete eine kleine Feuerprobe auf mich: ein COPD-Patient, bei dem ich mein frisch erlerntes Wissen aus dem Teaching anwenden konnte. Weiterlesen
02.10.
Ich sitze mit drei Kommilitoninnen im Auto. Unsere Fahrerin hat uns bereits drei Wochen lang durch die Gegend kutschiert und macht damit noch mehr Arbeit als ich. Allein die Fahrt zur Praxis dauert eine halbe Stunde. Heute ist mal ausnahmsweise kein Nebel im Tal, dafür lässt der Sonnenaufgang die Wolken unverschämt rot aufleuchten. Weiterlesen
Woche 4
03.10.
Weil aber mein Körper jetzt auf frühe Weckzeiten eingestellt ist, heißt Ausschlafen heute, dass ich um 8:30 Uhr hellwach im Bett liege. So geht es also auf zur Brunch-Vorbereitung. Nach und nach trödelt jeder in die Küche ein und es werden Pfannkuchen gebacken, Äpfel und Birnen geschnippelt, Brötchen aufgebacken, Aufstriche und Aufschnitte aus dem Kühlschrank geholt und alle Register für ein tolles Frühstück gezogen. Weiterlesen
04.10.
Für mich war es ein sehr schöner Abschluss des Wochenendes: ein bisschen Ruhe und anschließend noch einmal raus in die Natur. Gerade diese Mischung macht für mich den Exzellenten Sommer so besonders – dass neben den medizinischen Erfahrungen auch Zeit bleibt, die Region kennenzulernen. Weiterlesen
05.10.
Mittlerweile habe ich schon viel gelernt und beziehe deswegen das zweite Untersuchungszimmer und bitte den ersten Patienten zu mir. Ich frage, was den Patienten zu mir führt, mache mit ihm das Anamnesegespräch und untersuche ihn körperlich. Danach mache ich mir Gedanken, was die nächsten Schritte sein könnten und was dem Patienten am besten hilft. Ich halte immer Rücksprache mit meinem Arzt. Weiterlesen
06.10.
Als Famulatinnen beginnen wir zu zweit mit Anamnese und Diagnostik. Sobald wir die ersten Befunde haben, übergeben wir an die zuständige Ärztin und besprechen gemeinsam das weitere Vorgehen. Besonders eindrücklich war eine Patientin mit inkompletter Querschnittslähmung, die ein Exoskelett zur Gehunterstützung nutzt. Weiterlesen
07.10.
Der Praxistag begann heute wieder um 8 Uhr und irgendwie war es ein komisches Gefühl, in die Praxis mit dem Gefühl zu gehen, dass die vier Wochen Famulatur tatsächlich bald zu Ende sind, zu gehen. Auf der Autofahrt habe ich darüber nachgedacht, wie viel ich in dieser Zeit erlebt, gelernt und für mich mitgenommen habe. Weiterlesen
08.10.
Noch mehr Einblicke auf Instagram!
Wusstet ihr schon, dass wir auch auf Instagram vertreten sind? Weiterlesen
09.10.
Am letzten Tag meiner Famulatur standen wir wie immer um 6:15 Uhr auf, damit alle rechtzeitig ins Badezimmer kamen. Pünktlich um 7:00 Uhr fuhren wir zu viert los, um alle in ihre Praxen zu bringen. Schon am Vorabend hatten wir zum Abschied fleißig Kuchen gebacken und Dankeskarten geschrieben. Da in unserer Praxis in Aldersbach an guten Tagen über 20 Menschen arbeiten, hatten wir beschlossen, ein Frühstücksbuffet auszurichten. Weiterlesen
10.10.
Samstag, 10.10.2026
Die vollgepackten Autos waren mein persönliches Tageshighlight. Wie alle Teilnehmer und vor allem die Autos es geschafft haben, unversehrt zuhause anzukommen, ist mir ein Rätsel. Für mich ging es ganze 7.5 Stunden mit zwei weiteren Teilnehmenden des Projekts nach Aachen. Weiterlesen
Die LandArztMacher GbR
Am Alten Sportplatz 3
94259 Kirchberg im Wald
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