Exzellenter Winter Tagebuch
Samstag, 12.09.2026
Der Morgen begann mitten in der Natur im Wildniscamp am Falkenstein: Je nachdem, wo man geschlafen hatte, wurde man vom Plätschern des Flusses geweckt, lag geschützt in einer Erdhöhle oder hatte die Nacht hoch oben in einem Baumhaus verbracht. Im Anschluss wartete ein großzügiges Frühstück auf uns, das Karel, der Koch des Camps, mit sichtlich viel Herzblut für uns zubereitet hatte.
Frisch gestärkt machten wir uns bei strahlend klarem Himmel an den Aufstieg auf den Falkenstein, den Hausberg des Camps. Unterwegs teilten unsere Betreuer Lukas und Simon ihr Wissen rund um den Nationalpark mit uns – von Baumzunder über den Borkenkäfer bis hin zur dortigen Flora und Fauna. Oben am Schutzhaus angekommen, gönnten wir uns eine kleine Rast mit Verpflegung, ehe wir in Ruhe den weiten Blick über den Bayerischen Wald nauf uns wirken ließen.
Während des Wanderns haben wir immer wieder Achtsamkeitspausen gemacht, um die so gut wie möglich unberührte Natur bewusst wahrzunehmen und zu bewundern. Lukas regte uns dabei an, darüber nachzudenken, welche Bedeutung die Natur für uns hat. Gerade in einem Kontext wie dem Nationalpark, in dem die Natur so weit wie möglich sich selbst überlassen wird. Ich muss zugeben, es ist jetzt nicht unbedingt der neueste Gedanke, aber man vergisst schon wie viel Arbeit und Aufwand dahintersteckt Natur zu erhalten und zu schützen. Gerade deshalb war es spannend, einmal bewusst darüber nachzudenken und die Natur aus einer anderen Perspektive zu betrachten und die Ruhe zu genießen.
Während der Wanderung konnten wir natürlich auch viele Gespräche mit den anderen Teilnehmenden führen. Ich muss zugeben, dass ich vorher etwas Angst hatte, mit wem man so auf relativ engem Raum ein Monat leben Aber schon jetzt nach nur 1,5 Tagen bin ich mir sicher, das wird kein Problem! Alle sind motiviert, offen und interessiert. Wenn man sich jetzt schon so gut über die unterschiedlichsten Themen unterhalten kann, dann kann der Rest eigentlich nur gut werden!
Am Abend gab es dann noch einmal sehr leckeres Essen. Anschließend haben wir den Tag gemütlich am Lagerfeuer mit Stockbrot und Marshmallows ausklingen lassen. Ein wirklich guter Tag also, um als Team zusammenzuwachsen, spannende Inputs von Naturschützern zu bekommen und richtig im Bayerischen Wald anzukommen.





