Wir wurden herzlich von unserem Waldzeit-Team begrüßt und es wurden uns die verschiedenen Schlafmöglichkeiten gezeigt – die Wasserhütte, das Baumhaus, die Erdhöhle, der Lichtstern, das Wiesenbett und das Sammellager. Nicht alle Schlafmöglichkeiten konnte man heizen… Weiterlesen
Tagebuch der Studierenden des Exzellenten Winters 2026

Der Exzellente Winter 2026 findet vom 27.02. bis 29.03.2026 statt. Es nehmen 43 Studierende aus ganz Deutschland teil. Hier erzählen uns die Studierenden von ihrem spannenden und lehrreichen Alltag im Bayerischen Wald.
Sie können hier mitverfolgen, was die Studierenden während ihrer Zeit im Bayerischen Wald erleben.
Zitate
Für mich war jeder Tag mit besonders! Der Arzt hat in seinen nun fast 35 Jahren Berufserfahrung so viel erlebt, dass man daraus nicht nur einen Film (Spoiler: Den gibt es als Geschenk) sondern wahrscheinlich auch drei Bücher schreiben könnte. Sobald man mit ihm durch die Umgebung fährt hat er (ungelogen) zu jedem Haus und Geschäft Geschichten über zwei Generationen zu erzählen. Ebenfalls besonders ist, dass der Arzt aus der Praxis heraus auch Notarzteinsätze fährt. Es kommt als immer mal wieder vor, dass man beim Blutabnehmen oder im Anamnese-Gespräch aufspringt in sein Auto läuft und zu einem Einsatzt fährt. Es wird nie langweilig in der Praxis!
Learnings: Landarzt sein! Mein Arzt ist ein Landarzt wie er im Bilderbuch steht. Zum Landarzt sein gehört jedoch nicht nur, die Patienten in ihren medizinischen Fragen zu beraten und im Endeffekt zu therapieren. Nein, zum Landarzt sein gehört Menschlichkeit und für die Menschen zu jedem Zeitpunkt da zu sein. All das erfüllt ihn jeden Tag aufs Neue mit einer unglaublichen Motivation und fachlichen Präzision. In der Praxis lernt man alles was man noch nicht kann und vieles darüber hinaus.
Der Arzt inspiriert in seinem Umgang mit Patienten und der Energie die er jeden Tag aufs Neue aufbringt damit es seinen Patienten gut geht und sie maximal versorgt sind. Es ist ungemein aufregend Notarzteinsätze zu fahren und man erlebt sehr viel! Die Patienten die er meist seit Generationen betreut sind einzigartig und haben alle auf Ihre eigene Weise eine ganz besondere Geschichte zu erzählen. Ich kann dich nur dazu motivieren diese zu erfragen und staunend zuzuhören was die Menschen im Bayrischen Wald alles so erleben/erlebt haben.
In der Praxis wird man vom ganzen Team mit offenen Armen empfangen. Je nachdem, wie viel man sich zu Beginn zutraut, darf man sofort an die Pateint:innen oder man läuft erstmal ein/zwei Tage mit und steigert dann die Aufgabenbereiche von Tag zu Tag. Die Ärztin ist wahnsinnig kompetent, freundlich und sehr geduldig, wodurch eine einmalige Lernatmosphäre geschaffen wird. Es wurde deutlich, dass die Ärztin sehr offene, zeitgemäße Werte vertritt. Alles in allem einfach eine 1a Praxis.
In dieser Praxis hast du die Möglichkeit, unglaublich viel zu lernen. Manchmal kann das Tempo hoch und die Situation etwas herausfordernd sein. Diese Erfahrungen sind jedoch aufgrund der guten Betreuung sehr förderlich für deine persönliche und berufliche Entwicklung.
Mein schönstes Erlebnis war meine erste Naht, die ich selbstständig machen durfte. Bisher hatte ich nur an Schweinehäuten geübt und noch nie an einem Menschen, deshalb war ich auch etwas nervös. Es ging um eine Hautveränderung, die herausgeschnitten werden musste. Nachdem ich das gemacht hatte, durfte ich die Wunde auch wieder zunähen. Der Patient kam einige Tage später zum Fadenziehen, dort habe ich ihn dann nochmals gesehen und es ist alles gut verheilt, was mich dann natürlich sehr gefreut hat.
Ich fühlte mich sehr „ärztlich“ aber gleichzeitig aufgehoben; war über den Tag in einen angenehmen Flow geraten; von den ersten Patient*innenkontakten als Zuschauerin, über DMPs bei supernetten MFAs und Hausbesuchen, bis hin zu diversen „eigenen“ Patient*innen am Nachmittag, bei denen ich (fast) alles richtig gemacht hatte, das ganze durchsetzt von Aufmunterung und Anerkennung.
Woche 1
28.02.
01.03.
Der Tag begann erneut früh, doch die Nacht war glücklicherweise etwas milder, sodass wir ein wenig Schlaf nachholen konnten. Ein großartiges Frühstück, liebevoll zubereitet von unserem Koch, sorgte für einen perfekten Start in den Morgen und stärkte uns für die kommenden Programmpunkte. Weiterlesen
02.03.
Die Fragen standen sinnbildlich für das, was diesen Tag so besonders machte: das ständige Mitdenken, Hinterfragen und Verknüpfen von Theorie und Praxis. Immer wieder hatte ich Aha-Momente, in denen ich dachte: Das habe ich doch in der Vorlesung gelernt! oder genau das habe ich erst vor Kurzem gelesen! Plötzlich wurde die Theorie lebendig. Weiterlesen
03.03.
Trotz des anstrengenden Vormittags sind alle motiviert dabei und wir sprechen mit unseren Dozent*innen darüber, wie wir am besten in unseren Praxen helfen und möglichst viel praktisch lernen können. Weiterlesen
04.03.
Schon am Vormittag zeigte sich wieder, wie vielfältig der hausärztliche Alltag im ländlichen Raum sein kann. Neben vielen Patientinnen und Patienten mit Infekten – die derzeit in der Praxis sehr häufig vertreten sind – begegnete mir ein besonders eindrucksvoller Fall. Weiterlesen
05.03.
Der vierte Famulaturtag beginnt für uns – fast schon in alter Tradition – mit einer Autofahrt zur Blasmusik „Auf zur Jagd“ durch eine von der Morgensonne durchflutete Landschaft mit deutlich weniger Nebelschwaden als in den vergangenen Tagen. Weiterlesen
06.03.
Dort fing es für mich erstmal mit dem Labor an, wo viele Blutabnahmen anstanden. Als diese abgearbeitet waren, ging es für mich direkt in die Sprechstunden. An diesem Tag wurde viel geschallt und Blutwerte besprochen. Zuerst hatte der Arzt geschallt, bis auch ich dann den Schalkopf selbst in die Hand nehmen durfte. Weiterlesen
Woche 2
07.03.
Verdammt früh für ein Wochenende. Um 8 Uhr klingelte der Wecker – zumindest bei den meisten von uns. Einige waren sogar noch früher wach. Nicht unbedingt freiwillig, aber wenn ein Teaching ansteht, hilft alles nichts – schließlich geben wir ja alle 120%. Also raus aus dem Bett, schnell fertig machen und erstmal gemeinsam frühstücken. Weiterlesen
08.03.
Eine Stunde später ist es schon trubelig im Haus: Der Duft der ersten Kanne Kaffee des Tages liegt in der Luft, und die Vorbereitungen für das gemeinsame Brunchen laufen bereits. Unter anderem stehen Shakshuka und Scrambled Tofu auf der Speisekarte. Ich stelle mich der Herausforderung, für 15 Menschen Pancakes zu machen. Weiterlesen
09.03.
Neben fachlichen Aspekten empfinde ich es vor allem für die Beziehung zu den Patienten als bereichernd, dass in unserer Praxis mehrere ÄrztInnen arbeiten, die bereit sind, Studierenden Einblicke in ihre Arbeitsweise zu geben. Die Vielfalt hat mir verdeutlicht, dass es zwar Dinge gibt, die ich in jedem Fall für wichtig halte, dass es aber auch zur persönlich-beruflichen Entwicklung gehört, einen authentischen persönlichen Stil zu finden. Weiterlesen
10.03.
An diesem Tag kamen die Patientinnen und Patienten Schlag auf Schlag, und ich durfte zwischen Akutsprechstunde, Blutentnahmen sowie Voruntersuchungen und Anamnesen von Grippepatientinnen und -patienten hin und her springen. Das machte den Praxistag besonders abwechslungsreich. Weiterlesen
11.03.
der heutige Tag startete, leicht von Müdigkeit geprägt, mit einem gemeinsamen Frühstück im Hause Neumühle, wo die Erlebnisse und Erfahrungen der letzten Tage geteilt und besprochen wurden. Nach dem nunmehr eingespielten morgendlichen Vorbereitungsritual für die Praxen, starteten wir heute etwas verspätet aber immer noch im zeitlichen Rahmen in Richtung neuer klinischer Erfahrungen. Weiterlesen
Die LandArztMacher GbR
Am Alten Sportplatz 3
94259 Kirchberg im Wald
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