Exzellenter Winter Tagebuch
Freitag, 27.03.26
Es war einmal eine Horde wissensdurstiger Medizinerstudierender, die sich tief in den Bayerischen Wald verirrt hatte. Und so wollen wir schauen, was sie an ihrem letzten Famulaturtag noch erlebt haben.
Ein letztes Mal heißt es im Hause Viechtach und Waldmünchen um 06:15 Uhr mehr oder weniger gut aus dem Bett kommen, ein schnelles Frühstück zwischen Zähneputzen und Fertigmachen und dann ab ins Auto. Nach vier Wochen ist die Strecke längst zur Routine geworden. Mit unserer etablierten Playlist lassen wir die Landschaft vorbeiziehen und überlegen, was wir uns für diesen letzten Tag noch wünschen würden.
Und dann ist es so weit: ein letztes Mal Eindrücke sammeln, ein letztes Mal Gespräche führen, ein letztes Mal in den Praxisalltag eintauchen. Noch einmal Atemwegsinfekte, Sonographien, Impfungen,… – all das, was wir in den vergangenen Wochen Stück für Stück erlernt und uns immer weiter verbessert haben.
Wir verabschieden uns von Patientinnen und Patienten, die wir über die Zeit begleitet haben und deren Geschichten man ein kleines Stück mittragen durfte.
Ein ganz besonderes Highlight dieses letzten Tages ist ein ausführliches Gespräch mit einer Patientin mit Myasthenia gravis. Es ist eines dieser Gespräche, die bleiben: nicht nur wegen des medizinischen Einblicks, sondern vor allem wegen der Perspektive auf das Leben mit einer chronischen Erkrankung und auf die Herausforderungen, die dahinterstehen.
Nach einem letzten intensiven Tag in den Praxen folgt wohl der schwierigste Teil: der Abschied vom gesamten Praxisteam; von den Menschen, die uns so herzlich aufgenommen, unterstützt und geprägt haben.
Zurück in den Unterkünften wird – nach einem kurzen, wohlverdienten Powernap – gepackt, aufgeräumt und ein letzter Spaziergang durch den Bayerischen Wald genossen.
Das große Finale lässt nicht lange auf sich warten: die Abschlussfeier mit allen Teilnehmenden des EXW 2026 sowie Elisabeth Achatz in der Unterkunft in Viechtach. Bei Pizza, Snacks und Getränken wird getanzt, gesungen, gelacht und viel ausgetauscht, bevor es auch hier heißt: Abschied nehmen – vier Wochen, die zusammengeschweißt haben und die das Loslassen nicht gerade leichter machen.
Mit dem Glas Honig, das wir alle zum Abschied erhalten, können wir zumindest ein Stück Bayerischen Wald mit nachhause nehmen.
Einige werden bestimmt wieder in die Region zurückkommen, wenn nicht sogar eine Heimat finden!
Und wenn sie morgen zur Heimreise nicht auffindbar sind, dann liegt es wohl daran, dass sie diese wunderbare Zeit noch nicht ganz zurücklassen wollen.




