Exzellenter Winter Tagebuch
Dienstag, 24.03.26
die Famulatur neigt sich dem Ende zu. Mal wieder ging es für uns früh raus, ein Rhythmus, an den wir uns inzwischen richtig gewöhnt haben. Insgeheim hoffe ich ja, dass ich es zurück an der Uni auch schaffen werde, (freiwillig) um 6 Uhr aufzustehen…
Der heutige Praxistag startete direkt mit einem medizinischen Highlight: Ich durfte mich in der Echokardiografie üben. Es ist faszinierend zu sehen, wie viel man mit dem Ultraschall über die Herzfunktion lernen kann, wenn man die richtige Schnittebene erst einmal gefunden hat (wovon ich heute meistens leider noch ein ganzes Stück entfernt war ;)).
Wenig später kam ein Patient mit Beinschmerzen in die Praxis. Hier konnte ich im Sono eine tiefe Beinvenenthrombose ausschließen, ein kleines Erfolgserlebnis, das theoretische Wissen direkt praktisch umzusetzen. Besonders spannend ist es auch, im Praxisalltag mittlerweile viele „bekannte Gesichter“ unter den Patienten wiederzutreffen. Da merke ich erst richtig, wie sehr ich in den letzten Wochen bereits Teil des Teams geworden bin. Weiter ging es mit Op Vorbereitungen, Schilddrüsen Sonos und den klassischen Infektpatienten.
Am Nachmittag fuhren wir alle nach Viechtach zur Fallvorstellung, wobei mein Magen erst einmal die vielen kurvigen Straßen verkraften musste. Endlich angekommen ging es dann mit den Fällen los. Das Spektrum war wie immer breit: Von unklaren Bauchschmerzen über Zeckenbisse bis hin zur Endometriose war alles dabei. Es ist einfach super, sich über konkrete Fragestellungen aus der Praxis auszutauschen und direkt von den Erfahrungen der anderen Studierenden und der Ärzte zu profitieren. Ich nehme jedes Mal eine ordentliche Portion neues Wissen mit nach Hause. 🙂
Nach diesem intensiven Programm stand der Abend ganz im Zeichen der Regeneration. Wir haben uns zuhause etwas Leckeres gekocht und bei einem gemütlichen Filmabend die Beine hochgelegt. Jetzt fallen mir aber auch wirklich die Augen zu, die Landluft und das viele Gelernte machen eben doch ordentlich müde.
