Exzellenter Winter Tagebuch
Samstag, 22.03.2025
Genüsslich verzehren wir unser Abendessen: 3 Kilo Penne mit Pesto. Es herrscht eine angenehme Stille, eine Seltenheit bei uns in Viechtach. Der Tag war lang.
Den Vormittag haben wir mit dem Teaching „Chronisch Kranke“ gestartet, das die Krankheitsbilder „KHK, Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz und COPD“ umfasste. Fragen wie: „Wie erkläre ich dem Patienten, was er hat? Wie kann ich ihm bewusst machen, dass er eine ernsthafte Erkrankung lebenslang hat? Wie erkläre ich ihm, dass er die Medikamente nehmen sollte, obwohl er sich wieder gesund fühlt? Wie motiviere ich den Patienten zu einem gesunden Lebensstil?“ standen im Mittelpunkt – zum Beispiel bei der „KHK-Station“, wo uns medizinische Fachangestellte (MFAs) diese Fragen beantworteten. Eine MFA berichtete: „Ein Patient hat zum Beispiel nur eine Woche lang nach seinem Myokardinfarkt ASS eingenommen – das wäre doch gegen die Schmerzen, die habe er doch gar nicht mehr.“ Sie organisiert regelmäßige Patientenschulungen und führt uns vor Augen, wie wichtig die Aufklärung des Patienten über seine Erkrankungen, die Wirkweise und Nebenwirkungen von Medikamenten und Risikofaktoren ist. „Alle wissen, dass man sich gesund ernähren soll und dass man sich bewegen soll, das muss man den Patienten nicht mehr erklären, sondern, wie.“ Man merkt, wie erfahren die beiden MFAs sind und wie sehr ihnen diese Themen am Herzen liegen.
Bei den anderen Stationen lernen wir zum Beispiel,
– wie das DMP-Programm bei Diabetes Mellitus aufgebaut ist (und warum man sich unbedingt die Füße eines fortgeschrittenen Diabetikers mal anschauen sollte, auch wenn er keine Beschwerden hat)
– die Pathophysiologie der Herzinsuffizienz (Warum gibt man eigentlich einen Beta-Blocker, auch wenn es dem Patienten dadurch erstmal schlechter geht?)
– die Unterschiede von COPD und Asthma kennen (Wie fühlt es sich eigentlich an, mit COPD zwei Stockwerke hochzulaufen?).
Nach dem Teaching ging es ab in die Stadt, in der Donau, Inn und Ilz zusammenfließen: Passau. Nach einem schönen Spaziergang entlang der Uferpromenade besteigen wir die Veste Oberhaus. Der Blick auf der Stadt ist absolut lohnenswert und auch ein Blick in den Stephansdom sollte man nicht verpassen. Außerdem gibt es viele süße Cafés und Läden. Das wars für heute.
Gute Nacht!
Um 8:30 klingelte mein Wecker, und ich ging in die Küche, wo bereits Musik lief. Zunächst machte ich Bananenpancakes. Phine, Lena und ich saßen am Tisch und sprachen über unseren Tagesablauf.
Dann ging es schnell ins Auto – dort läuft immer gute Musik – und wir (Lena, Yang und ich) machten uns auf den Weg zum Supermarkt, um Snacks für unser Teaching zu holen. Mit Käsewürfeln und Trauben im Gepäck fuhren wir zur Hochschule Deggendorf, wo uns Wolfgang und weitere Lehrende erwarteten. Sie vermittelten uns praxisnah und dynamisch lehrreiche Inhalte zu COPD, Herzinsuffizienz, KHK und Diabetes.
Nach Brezeln und weiteren Snacks mit den anderen aus den anderen Häusern machten wir uns auf den Weg zum Großen Rachel. Viel Anstrengung, gute Musik und ein paar Stunden später erreichten wir den Gipfel. Dort legten wir eine Pause ein, bevor wir nach vielen angenehmen Gesprächen und ein paar peinlichen Dance Moves wieder zu unseren Autos zurückkehrten.
Zu Hause erwarteten uns frische Käsespätzle, Salat und ein leckerer Nachtisch. Yang hatte gekocht, und Philip bereitete den Nachtisch zu. Wir verbrachten einen Spieleabend zusammen und sprachen über unseren Tag, bevor dieser schließlich zu Ende ging.