Exzellenter Winter Tagebuch
Samstag, 14.03.26
Während Andere den Samstag nutzen um ein bisschen länger schlafen zu können, gibt es einige hoch Motivierte, die auch an diesem Tag früh aufstehen um eine Runde joggen zu gehen … oder um einen Klamottentausch zu starten.
Spätestens um halb 9 versammelten sich aber alle nochmal im Esszimmer um fix noch ein paar Leitlinien durch zu lesen. Auch im Auto mit Party-Patrick, Elli, Polly und Rose auf dem Weg zum Teaching lassen uns diese fesselnden Texte nicht los und können nur von dem allmorgendlichen -mittlerweile schon zur Tradition gewordenen – „Auf zur Jagd“ vom Paraforcehornensemble Windhang unterbrochen werden. Denn bei diesen schönen Klängen kann man nicht anders, als kurz nur zu lauschen und den Wald vorbei rauschen zu sehen.
Angekommen in Regen erwartete uns schon eine Gruppe famoser Menschen, die für uns das Teaching ausrichten sollten. Auch die Stimmung unter den Teilnehmenden war famos: nicht nur auf Grund des Wissensdurstes, sondern auch, weil wir uns endlich alle wiedersehen und von unseren Erlebnissen berichten konnten.
Neben wichtigen Fakten über koronare Herzkrankheiten, COPD & Asthma, Herzinsuffizienz und Diabetes mellitus war auch das Patient*innenwohl und die Begleitung der Menschen mit chronischen Krankheiten ein vorrangiges Thema. Die Referentinnen ließen uns mit einem Strohhalm als Atemrohr mehre Stockwerke hochlaufen, den Kopf hängen lassen um den Stau der Jugularisvenen zu begutachten, Füße inspizieren und Krankheiten aus der Sicht von Patient*innen verstehen.
Jede freie Minute dazwischen wurde genutzt um zu snacken und zu schnacken.
Oder um zu schmatzn? Diese bayerischen Feinheiten wurden uns im anschließenden Bairisch-Kurs vom lokalen Kabarettisten Vogelmayer (der allerdings, wie Patrick feststellte, eine österreichische Lederhose trug) nähergebracht. Neben Grammatik, Deklination und Vokabular begeisterte uns der Vogelmayer bei dem ein oder anderen Schluck Goaßmaß auch mit einem selbstgeschriebenen Lied, bei dem er sogar die Trompete und Gitarre gleichzeitig spielte. Doch als Saupreiße, die wir sind, haben wir manch einen Witz leider nicht verstanden und in die peinliche Stille hinein wurde still gegoogelt und übersetzt. Daher könnt ihr euch zur Vorbereitung für eure Famu schon mal überlegen, ob ihr unsere eingestreuten bairischen Wörter schon versteht oder doch lieber schon mal lernt – nicht, dass ihr in der Praxis dann „woas i ned“ sagen müsst. 😉
Um den Start in unser Wochenende zu genießen, sind Manche in die Häuser zum Entspannen und gemeinsamen abendlichen Kochen zurückgefahren. Wiederum Andere dachten sich „so jung kema nimma zam“ und haben den Abend gemeinsam in einem kuscheligen Schallplattenladen mit Livekonzert ausklingen lassen. Während wir der funky, lokalen Band mit einer leckeren Limo in der Hand gelauscht haben, haben wir durch die zahlreichen ästhetischen Schallplatten gestöbert und viele kreative Entdeckungen gemacht, sodass abends der „Plattenspieler“ neben „körnigem Frischkäse“ und „Sir Fabi“ auch als Wort in der Scharade landete.
So konnten wir einen erlebnisreichen und tollen Tag zusammen beenden und als diesjährige Famugruppe mit Überzeugung sagen: Mia kean zam & damit dann Pfiad God!






