Exzellenter Winter Tagebuch
Montag 10.03.2025
Nach dem Kennenlernwochenende im Sportcamp ist heute der allererste Tag unserer Famulatur. Der Tag startet früh: um 6:30 Uhr klingelt der Wecker, dann wird noch schnell etwas gefrühstückt, kurz die wunderschöne Aussicht genossen und schon düsen wir los zu unseren Hausarztpraxen, in denen wir den nächsten Monat unser Praktikum machen werden. Für mich beginnt der Tag mit einer Vorstellungsrunde des Teams und einer kleinen Führung durch die verschiedenen Räume. Danach geht es direkt los mit den Sprechstunden. Für den ersten Tag laufe ich mit meiner Ärztin mit um die Abläufe in der Praxis besser kennenzulernen. Von der körperlichen Untersuchung bis zur Wundbehandlung und Sonographie der Schilddrüse ist alles dabei.
Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck werde ich von meiner Gruppe eingesammelt und es geht direkt weiter zum Großeinkauf bei Aldi um unser Haus mit Essen für die nächsten Tage zu versorgen. Zurück im Ferienhaus statten wir als erstes den Kühen einen kleinen Besuch ab. Später, bei lecker Ofengemüse tauschen wir uns über unseren Tag aus und fallen dann müde ins Bett.
Der Tag startet für mich um 06:20 Uhr, ein Luxus, den sich nur diejenigen leisten können, die nicht frühstücken, der Rest ist schon auf. Dann muss es trotzdem schnell gehen, denn obwohl unsere Fahrt nur etwa eine Dreiviertelstunde dauern sollte und wir um 08:00 Uhr in unseren Praxen sein müssen, wollen wir um 06:50 Uhr schon los, um für die erste Fahrt einen ausreichenden Zeitpuffer zu haben. Um kurz vor 07:00 Uhr brechen wir dann tatsächlich auf und fahren fast den gesamten Weg entlang von Waldfläche und durch verschlafene Örtchen zum Klang von Bayern 1. Vor meiner Praxis abgesetzt, laufe ich direkt in meine betreuende Ärztin, die mich gleich in den Untersuchungsraum bringt, in dem wir die meisten Patient*innen empfangen werden, und mir einen Platz in einem Schrank zuweist, in dem ich meine Sachen ablegen kann. Danach gibt sie mir eine kleine Führung der verschiedenen Räumlichkeiten ihrer Praxis und auch die Möglichkeit, einen Kaffee zu trinken, bevor die ersten Patient*innen eintrudeln. Vor jedem Gespräch stellt die Ärztin mich zuerst vor und fragt, ob ich dabei sein darf, was nie abgelehnt wird, sogar bei einem schwierigen. Der Vormittag vergeht sehr schnell, es ist durchgehend etwas los, Gespräche, Untersuchungen, Ultraschall, EKG und Labor und in einer ruhigen Minute werde ich dann auch dem Praxisteam vorgestellt. Als um 12:00 Uhr die Praxis schließt, bekomme ich noch Tipps, wo man in der kleinen Ortschaft etwas essen kann, und dann werde ich auch schon in die Mittagspause bis 15:00 Uhr geschickt. Diese Zeit nutze ich, um den Ort mit seinem überraschend schönen und altmodischen Kern mit Kirche, Cafés und Restaurants zu besichtigen. Danach geht es in der Praxis gleich geschäftig weiter wie am Vormittag. Auf klinischer Seite war mein Highlight dieses Tages, dass ich zum ersten Mal pathologische Atemgeräusche beim praktischen Auskultieren der Lunge erleben konnte.
Da meine anderen Mitfahrer bereits früher aus ihren Praxen entlassen werden, darf auch ich deutlich früher gehen. Es hätte mir zwar nichts ausgemacht, noch länger zu bleiben, da der erste Tag ziemlich interessant war, allerdings gibt uns dies mehr Zeit für den ersten, großen Einkauf, bei dem die frisch gebackene WG zusammen Vorräte für die kommende Zeit anzulegen hat. Am Abend, nachdem die Wahren verstaut worden sind, lasse ich den Tag vor dem gemeinsamen Abendessen entspannt mit einem Bad ausklingen. Unsere Unterkunft ist sehr modern eingerichtet, die Badewanne hat sogar eine Whirlpool-Funktion – ein Luxus, den diejenigen, die ihre Famulatur zu Hause machen, sich wohl nicht leisten können.