• logo start

  • JETZT BEWERBEN !!!
    Klinische Famualtur? Pflegepraktikum? Hausarztfamulatur?
    All dies ist in unserem Programm möglich

     Exzellenten Sommer 2019 

    Termin: 02.08.2019 - 01.09.2019
    Bitte senden Sie dafür Ihren Lebenslauf und ein Motivationsschreiben an
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

„Exzellenter Sommer“ 2018

Mottobild

Der Startschuss ist gefallen, vom 27.07.2018 - 26.08.2018 werden insgesamt 30 Studenten aus ganz Deutschland ihre Famulatur im Exzellenten Sommer 2018 absolvieren.

NEWS NEWS NEWS

  • Unser Hauptsponsor und Partner - die AOK BAYERN unterstützt uns wieder im Projekt und stellt uns die Veranstaltungsräume zur Verfügung - DANKE für diese unermüdliche Unterstützung!
  • Das Programm nimmt langsam Form an - Es erwarten die Studierenden 4 lehrreiche und informative Wochen - wir werden viel von ihnen fordern aber ihnen auch viele spannende Veranstaltungen bieten.
  • Freizeitmäßig haben wir diesen Sommer vieles zu bieten: Kanutour, Mountain Bike Tour klassisch und mit E Bikes, Hochseilgarten, Wandern mit Nationalpark Rangern, Bogenschießen, Angeln und Kräuterführung sind da nur ein kleiner Teil des Angebots.
  • Das Teambuilding übernimmt wieder das Team des BLSV Regen - freut Euch drauf - das wird Klasse!!!
  • Juhu wir konnten wieder zwei tolle Unterkünfte für die Teilnehmer finden. Ein Teil wird im Berggasthof Waldmann untergebracht und im Landkreis Freyung werden die Studierenden im Ferienpark Geyersberg untergebracht.
  • Die Klinischen Famulaturen und Pflegepraktikas werden wieder in den ARBERLANDKLINIKEN stattfinden  und erstmals werden 4 Studenten auch in den Kliniken am Goldenen Steig sein- DANKE für die tolle Zusammenarbeit!
  • Die Teilnehmer des Exzellenten Sommers stehen fest - 30 Studierende von Nah und Fern freuen sich schon auf die 4 Wochen hier im Bayerischen Wald
  • Wir kooperieren mit dem Landkreis Freyung Grafenau und werden auch dort Famulanten in ausgewählten Hausarztpraxen unterbringen
  • Nach langem Warten und Organisieren steht nun der Rahmen für den EXS 18 fest - wir freuen uns darauf!!!

    Das Programm finden Sie hier.

    Programm_EXS18.pdf

Tagebuch des Exzellenten Sommers 2018

Ab dem 27.07.2018 können Sie hier live mitverfolgen, was die Teilnehmer des Projektes erleben.

  • Freitag 27.07.18

    9 Uhr Vormittag, noch etwas verschlafen von vergangener Nacht stehe ich vor einem Berg Klamotten, diversen Medizin-Büchern, Sportzeug und sonstigem Kleinzeug. „Oh mein Gott, das passt nie alles in das Auto… Und vergessen… vergessen darf ich auch nichts. Lieber nochmal kurz alles checken. Mist! Keine weiße Hose.“

    Also geht es nochmal schnell aufs Fahrrad in die Näherei der Klinik.

    Zu Hause erneut alles checken. Ok, jetzt sollte alles passen. Nach einer gefühlten Stunde ist dann doch alles auf drei Rücksäcke und eine Tasche verteilt. Aber nur mein Zeug. Ich muss ja noch drei weitere Studenten mitnehmen. Das wird lustig.

    Kurz nach Mittag geht es dann endlich los. Das Auto noch schnell vollgetankt und dann ab zur ersten Station. Eine nette Kommilitonin aus dem 6. Semester erwartet mich. Nach kurzer Begrüßung und erstem Kennenlernen geht es weiter zu den anderen beiden. Das Auto ist jetzt schon voll. Ja, es wird lustig.

    Die anderen beiden empfangen uns schon auf dem vereinbarten Parkplatz. Wieder kurzes Vorstellen und dann Gepäck irgendwie in das Auto bekommen. Nach zehn schweißtreibenden Minuten ist dann doch irgendwie alles halbwegs verstaut. Endlich kann es losgehen Richtung bayerischer Wald.
    Anreise Freitag

    Auf der Fahrt werden die üblichen Infos ausgetauscht: Welches Semester? Wie waren die Klausuren? Auch auf den Medis gewesen? Doktorarbeit läuft? Wie ist man auf die Idee gekommen an diesem Projekt teilzunehmen?

    Ja und dann kommt da der Ferienverkehr, eine Stunde Stau -vorbildliche Rettungsgasse inklusive- und ewige Hitze!!

    Trotz den Widrigkeiten vergeht die Fahrtzeit wie im Flug und wir sind froh nun endlich im BLSV in Regen angekommen zu sein.

    Hier erwartet uns bereits eine handvoll Studenten und Mandy. Endlich lernen wir das Gesicht hinter den ganzen Organisations-Mails kennen.:-) Nach kurzer Lagebesprechung bricht ein Teil der Gruppe auf, um für Abendessen und das erste Frühstück einzukaufen. Der Rest tauscht sich wieder aus, füllt diverse Unterlagen aus und genießt, endlich angekommen zu sein.

    Nach der Shopping-Tour geht es für einen Teil der Truppe nach Freyung, genauer gesagt nach Geyersberg. Nach einer knappen Stunden Fahrt sind wir auch dort angekommen und beziehen unser Quartier.

    Tja und dann, kommt die Polizei. Vier Fahrzeuge stehen im Halteverbot und die nette Dame verteilt fleißig Strafzettel. Aber dann kommt Mandy! Mit Charme aber doch sehr überzeugender Redegewalt, erklärt sie den Beamten was hier Sache ist und, dass wir arme, brave Studenten sind und nicht Böses wollen. Hat gut funktioniert und wir dürfen weiter ausladen und die Wohnung beziehen.

    Langsam aber meldet sich auch bei dem letzte der Hunger. Schließlich ist es ja Mittlerweile schon nach 21:00 Uhr abends. Also Pizzeria in der Nähe raussuchen und bestellen.

    Die Wartezeit bis 22:00 Uhr vertreiben wir uns noch mit der Suche nach dem Blutmond, um dann um fast halb 11 abends endlich unsere wohlverdiente Pizza verköstigen zu können.

    Kaum angerichtet herrscht plötzlich Fress-Stille und jeder genießt sein Abendmahl.

    Nachdem die Küche soweit wieder in Ordnung gebracht wurde und der ein oder andere noch kurz unter die Dusche sprang, kehrt allmählich Ruhe ein.

    Gespannt, was uns dann morgen und die kommenden Tage erwarten wird, stelle ich noch meinen Wecker und schlafe, dann doch etwas kaputt von dem ereignisreichen Tag, ein.

  • Gruppe Arber
    Samstag 28.07.2018

    Es ist soweit: Das Sommersemester ist zu Ende, die Klausuren sind geschrieben, der Exzellente Sommer 2018 kann beginnen! Wegen der langen Anreise aus ganz Deutschland in den Bayrischen Wald sind viele schon am Freitag angereist. Die Anreise dauerte für viele länger als erwartet, doch schließlich sind alle gut im BLSV Regen, beziehungsweise im Ferienpark Geyersberg, angekommen. Diesen Exzellenten Sommer konnten weitere Hausärzte gewonnen werden, sodass erstmals zwei Unterkünfte à 13 Personen gebucht wurden. Nach einem reichhaltigen Frühstück beginnt um 10 Uhr im BLSV Regen die offizielle Vorstellung des Projekts. Mandy Kölbl, die das ganze Projekt organisiert, und Dr. med. Wolfgang Blank, mit der ärztlichen Leitung, erläutern die Philosophie des Projektes: Viele angehende Ärzte können sich die erfüllende Tätigkeit als Landarzt nicht vorstellen, doch wir bekommen als Team einen völlig unverbindlichen Einblick in das spannende Leben und Arbeiten im Bayrischen Wald. Nach der Vorstellung konnten wir uns in kleineren Gruppen noch mit dem Vorstand der AOK Region Bayerwald (die AOK ist Projektpartner des Exzellenten Sommers) und der Leiterin für die Gesundheitsversorgung des Landkreises Regen, sowie den Regionalmanger aus dem LKR FRG in Kleingruppen unterhalten. Dabei stellte sich heraus, dass viele durch die Empfehlung von Kommilitonen auf das Projekt gekommen sind. Anschließend gibt es ein gemeinsames Essen im BLSV Regen, bei dem uns Tobias, unser Guide für die folgende Wandertour noch eine letzte Einweisung für die Tour mit Übernachtung auf der Chamer Berghütte gibt. Wir teilen uns auf die Autos auf und brechen gemeinsam nach Bodenmais auf, wo unsere Wanderung auf den kleinen Arber beginnt.

         Karte1Karte 2

     Bei strahlendem Sonnenschein beginnt die Wanderung durch den Mischwald.

                 Nature 1natur 2Nature 3

    Wir gehen zusammen mit dem Bergführer Tobias und Mandy inkl. ihres Hund Dasha entlang eines Bergbachs bis wir schließlich zu den beeindruckenden Rißlochfällen kommen, vor denen eine Brücke entlang führt.
    Gruppe Rissloch
    Nach einer kurzen Pause geht der Anstieg entlang eines steinigen Bergpfades weiter. Dabei kommen wir untereinander ins Gespräch und lernen uns gegenseitig und die Besonderheiten der verschiedenen Medizinischen Fakultäten besser kennen. Bei einer weiteren Pause gibt uns Tobi einen interessanten Lektüre-Tipp für den nächsten Survival-Trip. Schließlich erreichen wir die Chamer Hütte auf 1298 m. Von dort hat man einen tollen Blick auf die zwei weißen Kuppeln des großen Arbers.

    Arber Kubel

    Wir essen gemeinsam das von uns im Voraus bestellte Abendessen, Kaiserschmarrn, Gulasch oder Wurstsalat und trinken dazu landestypische Getränke. Tobi schlägt vor noch zum Sonnenuntergang auf den Gipfel des kleinen Arbers zu wandern, wo man vom Gipfelkreuz einen tollen Blick auf das Arberland hat.

           ArberblickArberbäumeMoon

    Anschließend sitzen wir gemeinsam in der Wirtsstube und spielen verschiedene Gruppenspiele wie Wizard, Werwolf und Pantomime. Erschöpft von der anstrengenden Wanderung und beeindruckt von der schönen Berglandschaft schlafen wir auf der Berghütte, denn am nächsten Tag beginnt der zweite Teil unserer Wanderung.

  • Tag 3: 29.07.2018

    Für Einige von uns hat der Tag schon sehr früh gegen 4 Uhr mit einer Wanderung auf den großen Arber zum Sonnenaufgang begonnen.
    Alle Anderen starteten um 8.30 Uhr mit einem ausgedehnten Frühstück in den Tag.
    Dann ging es auch schon wieder zurück ins Tal.  
    wanderung 1wanderung 2
    In Regen angekommen konnten wir uns im BLSV Regen noch kurz stärken bevor es auch schon weiter ging.
    wanderung 3
    Als nächstes stand Floßbau auf dem Programm. Dafür wurde die Gruppe in die beiden Teams Regen und Freyung eingeteilt. Die Aufgabe: möglichst schnell ein Floß bauen, welches das ganze Team bei einem Wettrennen auf dem Regen tragen kann.
    Flossbau
    Obwohl wir (Team Regen) unser Bestes gegeben haben, mussten wir uns dann doch den deutlich überlegenen Freyungern geschlagen geben.

    Nach einem erfrischenden Bad im Regen war es nun endlich Zeit unsere Unterkünfte zu beziehen.
    Team Regen ist zum wiederholten Male zu Gast bei Doris und Sepp.
    Bei der Führung über das Grundstück mit den vielen Tieren (Gänse, Hühner, Forellen, Kaninchen, …) fühlen wir uns alle gleich zu Hause.

    Der perfekte Abschluss für das sehr aufregende Wochenende ist das gemeinsame Abendessen: Nudeln mit Tomatensoße.
    Essen
    Doch bevor alle todmüde in die Betten fallen konnten mussten zuerst noch die wichtigsten Dinge geklärt werden: wer kauft ein, wer kocht und wer spült dann alles wieder ab?

  • Der Erste Tag in der Praxis - 30.07.2018

    Nach einem ereignisreichen Wochenende beginnt heute der erste Arbeitstag im exzellenten Sommer! Die ersten Wecker klingeln um 5:30 Uhr und spätestens jetzt wissen wir alle, dass es heute nicht zum Floß bauen geht.

    Langsam aber stetig füllt sich der Frühstückstisch mit weiß gekleideten Gestalten, nach wenigstens einer Tasse Kaffee verteilen wir uns auf die Fahrzeuge - teils private, teils extra für uns organisierte Elektroautos - und machen uns auf den Weg in die Praxen und Kliniken.
    E autos1

    Um 19:30 Uhr kommen Mandy und Dr. Blank in die beiden Unterkünfte, bringen uns auf den neuesten Stand bezüglich des Programms und erkundigen sich bei allen nach dem ersten Arbeitstag. Meiner lief in etwa so ab:
    Blick Dorf

    Nach 30 Minuten Anfahrt sehe ich noch vor den Gesichtern des Praxisteams mein eigenes. Mein Steckbrief mit kurzer Vorstellung und Portraitbild begrüßt jeden, der die Praxis betritt. Die Praxis von Dr.Trs reicht über zwei Stockwerke und ich bekomme noch vor Sprechstundenbeginn eine Führung durch die Räumlichkeiten. Es gibt eigene Räume für Blutabnahmen, Laboruntersuchungen, EKG, Ergometrie, kleinere chirurgische Eingriffe, Ultraschalluntersuchungen und vieles mehr. Das Wartezimmer füllt sich schnell und bald merkt man, dass keine Universität der Welt einen auf die regionalen Dialekte vorbereiten kann. Das Spektrum reicht von einfachen Arbeitsunfähigkeitsescheinigungen, Anträgen auf Kur und Rehabilitation über Borreliose und Sommergrippe bis zum Fäden Ziehen und der Nachsorge von Operationen. Während man sich beispielsweise vor einer chirurgischen Famulatur noch auf die gängigsten OPs und Krankheitsfälle vorbereiten kann, fühlt man sich hier schnell überwältigt von der Vielfalt der Patienten und Beschwerden, mit der man zum einen als Hausarzt aber auch vor allem als Arzt auf dem Land konfrontiert wird. Hier ist man Kinderarzt, Orthopäde, Internist und Neurologe auf einmal. Trotzdem finde ich mich schnell ein und rede bald mit Arzt und Patienten zusammen über Diagnosen oder Therapien.

    In der Mittagspause ist Fortbildung angesagt: Ein Medizintechniker ist zwei Stunden lang angereist, um alle Mitarbeiter auf eine spezielle Technik der Ultraschalldiagnostik einzuweisen. Da keine Patienten mehr dort sind, stelle mich zur Verfügung und werde eine gute Stunde von Ärzten und Angestellten untersucht - eine tolle Gelegenheit um die Technik selbst kennen zu lernen!

    Nach der Mittagspause sind Hausbesuche angesagt. Die Ärzte teilen sich auf: einer fährt zu den Patienten nach Hause, der andere besucht seine Patienten in zwei Pflegeheimen. Ich mache die Tour zu den Heimen mit. Dort wird man von Patienten und Pflegekräften freundlich willkommen geheißen, alle freuen sich, wenn der „Herr Doktor“ einmal die Woche zu Besuch kommt und sich Zeit nimmt. Neben den medizinischen Sorgen wird nämlich auch viel gelacht und privates ausgetauscht. Hier auf dem Land mögen die Wege zwar weit sein, die Leute sind aber deutlich näher zusammengerückt als in manch einer Stadt. In schönstem Wetter und mit toller Aussicht verabschieden wir uns, um Blutabnahmeröhrchen und Patientenakten zurück in die Praxis zu fahren. Kurz darauf werde auch ich in den Feierabend entlassen.
    Altenheim

  • Dienstag der 31.07.2018

    Frisch gestärkt mit Kaffee ging es frühmorgens den zweiten Tag in die Praxen und Kliniken der Umgebung. Am Vormittag konnte ich in meiner Praxis meine Sonographie- und Anamnesefähigkeiten ausbauen. Dabei konnte ich bei Fragen jederzeit auf den fachkundigen Rat meiner Ärztin zurückgreifen. Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass sie mir ihr Sonographie-Buch für die Dauer meines Aufenthaltes im Bayerischen Wald zur Verfügung gestellt hat. So werde ich auch die nächsten Wochen mein theoretisches Hintergrundwissen weiter ausbauen können.

    Am Nachmittag stand dann unser erstes Teaching „Wissensmanagement“ auf dem Plan. Für die Gruppe, die in Waldmann untergebracht ist, ging es dafür in den Seminarraum nach Regen.

    Zusammen mit Peter, der extra für das Teaching aus München angereist war, konnten wir unsere Kenntnisse über verschiedenste Möglichkeiten, in der Praxis zu recherchieren, ausbauen. Je nach Situation können da ganz unterschiedliche Plattformen hilfreich sein. Von Cochrane über UpToDate bis hin zu den DEGAM-Leitlinien konnten wir in Kleingruppen anhand eines Fallbeispiels das Gelernte dann auch gleich erfolgreich anwenden.
    Wissensmanagement

    Nachdem Teaching nutze eine Gruppe den schönen sonnigen Rest des Nachmittags um ins Naturbad Drachselried zu fahren. Die zweite Gruppe hatte dafür die Gelegenheit unserem Wirt Sepp beim wahrhaft virtuosen Zitherspiel zu lauschen.
    brotzeit

    Abends saßen wir dann noch gemeinsam auf der Terrasse zum Abendessen mit unter anderem Brezen und Obazda.

  • Mittwoch – 1. August 2018

    Schon zum dritten Mal klingelt mein Wecker um 6.20 Uhr. Da es Sommer ist und man schon morgens von der strahlenden Sonne geweckt wird, ist das frühe Aufstehen trotzdem ganz gut auszuhalten. :-)
    morgenidylle

    Weiter geht es mit Frühstück und Kaffee, bei dem wir uns alle in der Frühe draußen auf der Terrasse treffen. Unter anderem sind auch schon die Gänse von Doris und Sepp dabei, die die Gaststätte bewirten.

                frühstückGänse                            

    Gegen 7.15 Uhr fahren wir in die Nachbarstadt Regen und der Tag bei unseren Allgemeinärzten und Allgemeinärztinnen beginnt: Mittlerweile kann ich einige Anamnesegespräche alleine machen und bekomme somit ein besseres Gefühl für den oder die PatientIn. In der Praxis in der ich arbeite, steht mir dafür das Zimmer der Allgemeinärztin zur Verfügung, welche heute nicht da ist – was für mich natürlich sehr praktisch ist.

    Mein persönliches Highlight war heute, dass ich eine kleine Schnittwunde am Finger nähen durfte. Insgesamt ist das Team in der Arztpraxis in der ich das Praktikum mache super nett und hat mich sehr willkommen geheißen. Auf dem Bild ist der praxisEmpfangstresen der Praxis.

    Die Fahrgemeinschaft hat uns dann schon wieder gegen 12.30 Uhr eingesammelt, weil heute der Nachmittag ist, der uns zur freien Verfügung steht. Bei mindestens 30 Grad ist eine Gruppe in das Naturbad nach Drachselsried und die andere Gruppe zum BLSV Regen gefahren, um dort zu klettern.
    image 8image 7klettern

    Beide Gruppen hatten einen sehr entspannten und schönen Nachmittag :) Das FRG Team nutze den Nachmittag um einen Ausflug nach Passau zu machen - wurde uns berichtet.

    Zum Abendessen gab es Gemüsecurry mit Reis, Hähnchenbrustfilet und Rührei mit Paprika, welches wir auf der Terrasse im Waldgasthof gegessen haben.

  • Donnerstag der 2.8.2018


    6:15 Uhr - TAG 8 im bayrischen Wald beginnt mit dem wunderschönen (nicht!) Weckerton meines
    Handys. Kurz danach klingelt Franzis Wecker und wir müssen jetzt auch wirklich aufstehen ;) Mit
    Bananen-Apfel-Müsli starten wir unseren Tag mit den ersten Sonnenstrahlen und blauen Himmel auf
    der Terasse im Waldmann.

    image1

    Danach fahre ich wie jeden Morgen mit Isa laut singend zu Bayern-1-Musik und ein bisschen ins
    Sono-Grundkurs-Buch schauend (weil ich ein Schilddrüsenultraschall nachvollziehen will und das
    häufiger gemacht wird) Richtung Viechtach zu unseren Hausarztpraxen. Dort setzt mich Isa ab und
    mein Praxistag startet um 7:30 gleich mit den ersten Patienten. Neben Impfen und körperlicher
    Untersuchungen, habe ich auch viele Gelegenheiten Anamnese zu üben und kann dadurch meine
    Wissenslücken entdecken und verbessern. Es macht einfach unheimlich viel Spaß endlich alles, was
    man schon in der Uni gelernt hat, in der Praxis anwenden zu dürfen. Aber auch die Vielfalt der
    Personen – sei es ein wenige Monate alter Säugling bis zur 95-jährigen Oma – ist toll zu erleben.

    Um 12:00 Uhr holt mich Isa wieder ab und auf dem Weg zur AOK Regen, wo unser Teaching zum
    Thema „Umgang mit dem alten Patienten“ ansteht, kaufen wir noch schnell unser Mittagessen ein. In
    Regen verbringen wir unsere Pause bei dem schönen Wetter am Fluss, bevor das Teaching startet.
    Dort lernen wir verschiedene Tests kennen, um die Pflegebedürftigkeit eines älteren Patienten
    einschätzen zu können und wenden diese auch gleich an echten nachgespielten Fällen an.

    Zurück im Waldmann gibt’s erstmal eine kleine Küchenparty, während wir Abendessen (es gibt
    Wraps mmmhh) kochen und einen Geburtstagskuchen für Franzi - sie hat morgen =) - backen.
    image4
    Dann geht es noch eine kurze Runde joggen, wobei wir uns mal wieder etwas verlaufen, aber dafür den
    Wald querfeldein immer besser kennenlernen ;)
    image2
    Nach dem Essen und Spülen lassen wir den Abend gemütlich auf der Terasse ausklingen.
    image3
  • Tagebucheintrag 3.8.18

    Die erste Woche ist geschafft! – 3.8.18

    Freitag, Punkt 6 Uhr. Eigentlich nicht meine Uhrzeit, aber ausreichend Kaffee und ein Panoramaausblick auf den Sonnenaufgang im Bayrischen Wald besänftigen selbst den größten Morgenmuffel.

    Also schnell gefrühstückt und ab geht es in meine entfernt gelegene Praxis, in der um 8 Uhr schon das halbe Dorf anwesend zu sein scheint. Verbringt man seine Famulatur bei 3 Ärzten und lauter engagierten Arzthelferinnen, ist man ganz schön viel auf den Beinen. Hier mal eine Impfung, da ein Ultraschall, dann schnell Blut abgenommen und bei dem Patienten noch schnell das Herz abgehört. Da gehen die 4 Stunden ziemlich schnell vorbei.

    Mein Fazit nach der ersten Woche: Übung macht den Meister! Sowohl beim Untersuchen als auch bei den Bayrischkenntnissen – in beiden Fällen bemerke ich schon leichte Fortschritte.

    Nachmittags stehen die Fallvorstellungen auf dem Plan. Fallvorstellungen? Etwa das dramatischste, absurdeste und aufregendste, das man die Woche erlebt hat? Nicht ganz. Wir stellen uns die Fälle vor, bei denen wir am meisten gelernt haben, bei denen wir nachdenken mussten und über deren Diagnostik und Behandlung wir uns unklar waren. So redet man auch mal 30 Minuten über Harnwegsinfekte. Wann nimmt man noch gleich welches Antibiotikum? Welche Erreger gibt es noch gleich? Ab wann ist es ein komplizierter Infekt? Es herrscht Diskussionsbedarf.
    Bild 3.8. 1 600x450
    Abends lassen wir den Tag entspannt auf der Veranda ausklingend. Nach einem privaten Zitherkonzert geht es ab ins Bett – morgen haben wir schließlich viel vor!

  • Samstag 04.08.2018

    Es ist Samstag – Zeit zum Ausschlafen. Doch schon um 7 Uhr werde ich vom krähenden Hahn
    geweckt. Dank der Morgensonne fällt das Aufstehen jedoch nicht schwer und ich tapse auf den
    Südbalkon, um dort noch etwas die Aussicht und vor allem die „Stille vor dem Sturm“ zu genießen.
    Die vergangene Woche war voller neuer Erfahrungen und Begegnungen, mit 16 Leuten ist immer
    Trubel im Haus, da tut es gut sich jeden Tag auch etwas Zeit für sich zu nehmen.
    Doch mit einem Blick nach unten auf den Hof sehe ich dass ich doch nicht die einzige bin, die schon
    wach ist. Vier motivierte Frühaufsteher starten bereits mit Yoga in den Tag.
    yoga
    Bald schon versammeln sich alle zum Frühstück, denn wir müssen schon um 8.45 Uhr in Richtung
    Freyung aufbrechen. Dort treffen wir auf die Studenten aus der anderen Unterkunft um gemeinsam
    am Sono- und EKG-Kurs teilzunehmen. Es sind auch Studenten aus Kirchberg und sogar aus
    Tschechien dabei, die nicht regulär am Exzellenten Sommer teilnehmen, aber gerne von unseren
    Teachings profitieren.
    IMG 3293 1 600x295
    Nach einer kurzen theoretischen Wiederholung der Grundlagen zur Ultraschalluntersuchung dürfen
    wir selbst aktiv werden und haben genug Zeit uns in kleinen Gruppen gegenseitig auf Herz und
    Nieren zu untersuchen – dabei entdecken wir sogar einen kleinen Knoten in der Schilddrüse.
    Sono
    Nach einer kurzen Stärkung im Speisesaal der Klinik geht es am Nachmittag weiter in den Räumen
    der AOK mit viel Theorie zur richtigen Interpretation der manchmal sehr verwirrenden EKG-Linien.
    Um 17 Uhr rauchen unsere Köpfe. Wir beschließen, dass es genug ist mit EKG für heute und
    besuchen noch den Mittelaltermarkt in Grafenau.
    Mittelaltermarkt
    Wieder zuhause im Gasthof Waldmann beenden wir den Tag nach dem Abendessen mit
    Gesellschaftsspielen bis tief in die Nacht.
  • Liebes Tagebuch,

    nach einer anstrengenden und ereignisreichen Woche haben wir uns heute einen Entspannungstag verdient, um das Gelernte sacken zu lassen und den Kopf frei zu bekommen.

     Da die Regen aufgrund des heißen Paradesommers zu wenig Wasser hatte, mussten wir unsere geplante Kanutour verschieben.

    Langsam wächst die Gruppe (vor allem Häuserintern) enger zusammen. Nach einem gemeinsamen Sonntags- Brunch in unserer Unterkunft Regen organisierten wir uns und bildeten nach den verschiedenen Interessen und Launen zwei Freizeitgruppen für den Tag.

    Während eine Gruppe zum Saldenburger See fuhr, um dort zu wandern und zu baden, erkundete die andere Gruppe das Klettergebiet in den Rauchröhren. Am der Felswand war alles an Routen zwischen 5 und 8 vertreten. Mit einem wunderschönen Ausblick über die Hügel des Bayrischen Waldes wurde die Anstrengung oben belohnt.

    Mit kurzem Stopp am Naturschwimmbad ging es am Abend zurück. Mit dem gemeinsamen Abendessen ließen Tag ausklingen um am Montag wieder frisch starten zu können.


    image 14image 9image 10image 12image 13
  • Tagebucheintrag 06.08.2018


    Wir schreiben den 06.08.2018. Pünktlich mit dem ersten Weckerklingeln um 05:30 Uhr startet unsere
    zweite Woche in Geyersberg, Freyung. Nach einer spannenden und ereignisreichen ersten Woche
    starten wir bereits mit gut eingespielter Routine in unseren zweiten Montag bei den
    Landarztmachern. Nach und nach ertönen die verschiedenen Wecker und spätestens als um Punkt
    06:00 Uhr der letzte Wecker mit der schaurigen Melodie von „Sci-Fi“ durch die Wohnung schallt, ist
    jeder froh, bereits vorher durch einen eigenen Klingelton geweckt und einem ersten morgendlichen
    Adrenalinstoß entgangen zu sein. Nach und nach trudeln alle noch etwas verschlafenen 13 Bewohner
    des Apartments in der Küche ein, wo die Frühaufsteher unter uns bereits leckeren Kaffee gekocht
    und den Tisch gedeckt haben. Am Esstisch angekommen begrüßen uns schon zwei unserer beiden
    „Hausgrashüpfer “, genannt Flip und Flop, die fröhlich an der Zimmerdecke ihre Runden ziehen und
    unsere morgendliche Frühstücksrunde von oben betrachten.
    Nachdem die letzten Haferflocken verdrückt und die letzte Kaffeetasse geleert ist, brechen wir in
    unseren Fahrgemeinschaften in Richtung Hausarztpraxis oder Klinik auf. Die frische Morgenluft
    vertreibt das letzte bisschen Müdigkeit und die frühen Sonnenstrahlen kündigen einen weiteren
    warmen Tag an, als uns der kleine weiße Smart unserer Fahrgemeinschaft durch verträumte Dörfer
    Richtung Landarztpraxis bringt. Unterwegs können wir uns wieder nur knapp davon abhalten, dem
    Aushang eines vorbeiziehenden Bauernhofes nachzugeben und eine Babyziege zu erwerben, die
    unseren „Hausgrashüpfern“ Gesellschaft leisten könnte.
    hasen
    In Perlesreut, dem Ort meines Hausarztes, angekommen begrüßt mich das übliche idyllische Bild der
    Hauptstraße des Dorfes: Die Sonne strahlt die bunten Hausfassaden an, der kleine Brunnen am
    Rande der Straße plätschert leise vor sich hin und eine Frau mit einer Gießkanne kümmert sich um
    die in einer alten Kutsche angepflanzten Blumen. Gegen 07:30 beginnt mein Arbeitstag in der
    Landarztpraxis, wo bereits fleißig die ersten Blutabnahmen und Laborkontrollen durchgeführt
    werden.
    Perlesreuth
    Ein weiterer spannender Tag liegt vor mir. Das Spektrum der Patienten in einer Landarztpraxis
    umfasst die unterschiedlichsten Krankheitsbilder, von chronischen Herz- oder Lungenerkrankungen
    über orthopädische Fragestellung bis hin zu neurologischen Krankheitsbildern, weshalb ich die Praxis
    jeden Tag mit einer Fülle an neuen Eindrücken und neu gesammeltem Wissen verlasse. In meiner
    heute startenden zweiten Woche kann ich bereits die ersten eigenen Anamnesegespräche führen,
    die erste Hand-Fuß-Mund-Krankheit diagnostizieren und beim eigens durchgeführten Ultraschall die
    ersten Leberzysten entdecken. Nach der Sprechstunde am Vormittag darf ich noch im Rahmen
    zweier Hausbesuche den Landarztalltag aus nächster Nähe erleben, bevor ich mich für die
    anschließende Mittagspause in das nahe gelegene Freibad begebe. Auch die Sprechstunde am
    Nachmittag vergeht mit vielen Patienten und vielen neuen Eindrücken wie im Flug und um 18 Uhr
    sammelt mich der kleine weiße Smart wieder an der Perlesreuter Hauptstraße ein. Dieser hat sich im
    Zuge einer Großeinkaufsaktion während der Mittagspause mit Einkäufen für das bevorstehende
    Abendessen gefüllt und bringt uns samt der erworbenen Zutaten zurück nach Geyersberg.

    In der Wohnung angekommen werden wir von einigen unserer bereits zurückgekehrten
    Mitbewohner begrüßt, die das Esszimmer während unserer Abwesenheit mit einem
    beeindruckenden Konstrukt aus Wäscheleinen ausgestattet haben, welches einer Großwäscherei
    ernsthafte Konkurrenz macht.
    Wäsche
    Während ein Teil des Freyunger Teams sich noch im ferienparkeigenen
    Schwimmbad von dem anstrengenden Tag erholt, beginnen wir als Kochteam des Tages bereits mit
    den Vorbereitungen für das Abendessen. Um 20 Uhr bekommen wir Besuch von Dr. Blank, der mit
    uns auf die vergangene Woche zurückschaut und uns einen Ausblick auf die kommende Woche gibt.
    Im Anschluss fallen alle über die „exzellenten Burritos“ her (der eine eleganter, der andere weniger
    elegant).
    burritos
    Mit Postkarten schreiben, lesen oder improvisierten Gymnastikübungen lassen wir den
    Abend langsam ausklingen und einer nach dem anderen verschwindet schließlich in Richtung Bett,
    um ausgeschlafen in den nächsten Tag starten zu können.
  • Tagebucheintrag 7.8.18

    Der Wecker klingelt um sechs. Anziehen und ab geht’s runter zum Frühstück auf die Terasse. Der Blick auf die hinter den Hügeln aufgehende Sonne ist wie jeden Morgen bezaubernd. Dann setzten wir uns ins Auto und fuhren Richtung Klinik in Viechtach. Wir sind drei Leute, die jeden Tag zusammen in die Klinik fahren und die schöne Strecke genießen.
    janina
    Der Tag als Famulant in der Inneren fängt erstmal mit Blutabnehmen an. Danach gehen wir mit den ÄrztInnen zur morgendlichen Besprechung der gesamten Inneren Medizin. Danach gehen wir wieder mit auf Station und besprechen im Arztzimmer die neuen Patientenfälle auf unserer Station. Heute hatte ich die Chance mit in eine Hybrid-OP im Herzkatheterlabor zu gehen. Eine Hybrid-OP ist ein Operationssaal der mit bildgebenden Anlagen ausgestattet ist.

    Da ich mein Handy nicht mit in die OP mitnehmen durfte, habe ich ein Foto von dem Hybrid-OP-Saal aus dem Internet:
    op saalQuelle: https://www.landkreis-regen.de/hybrid-op-arberlandkliniken-foto-arberlandkliniken/

    Mittags gehen wir in der Klinik essen und dann fahren wir zu unseren Teachings in der AOK in Regen. Heute war das Thema Diabetes. Wir haben gelernt, wie Diabetes diagnostiziert wird und welche Therapiemaßnahmen wann und bei wem eingesetzt werden. Am Schluss haben wir auch noch gelernt, wie man den Fußstatus bei Diabetikern prüft und haben uns gegenseitig untersucht.
    Diab2

    Nach dem Teaching ging es wieder in die Unterkunft. Hier konnten wir uns kurz ausruhen und haben wie immer abends zusammen gegessen.
    Lasagnemampf
    Die Lasagne am heutigen Abend war sehr lecker! Nach dem Essen saßen wir noch eine Weile zusammen und haben über unsere Erfahrungen am Tag gesprochen. So ging ein weiterer Tag in Langdorf zu Ende.

  • Mittwoch 08.08.2018
    Heute ist schon wieder Halbzeit der zweiten Arbeitswoche. Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht!

    Als ich mich für das Projekt „Exzellenter Sommer“ im Herbst letzten Jahres bewarb, konnte mir (leider) nur noch ein Famulaturplatz in der Klinik zugesagt werden und nicht mehr einer der   heißbegehrten Plätze in einer bayrischen Landarztpraxis. Da mir dadurch aber dennoch die Gelegenheit gegeben wurde, an diesem Projekt teilzunehmen, habe ich dieses Angebot dankend angenommen.

    Meine Klinik in Grafenau, in der ich mit einer zweiten Studentin mein Praktikum absolviere, hat sich in den letzten drei Jahren auf die Kardiologie spezialisiert. Immer mehr Kliniken sind sehr an der Kooperation mit dem Projekt „Exzellenter Sommer“ interessiert und meiner Meinung nach profitieren alle Parteien sehr von dieser Zusammenarbeit.

    Jeder Morgen beginnt für alle Ärzte und uns Famulanten mit der Frühbesprechung um 8 Uhr. Es werden alle Neuzugänge des Spätdienstes des letzten Tages und des Nachtdienstes kurz besprochen. Mittwochs findet außerdem eine kurze Fortbildung zu einem ausgewählten Thema statt, die meist  von einem Assistenzarzt vorbereitet wird. Heute wurde eine neue Studie zum Thema Herzinfarktbehandlung vorgestellt.

    Gegen 9 Uhr verschwinden alle an ihre Arbeitsplätze.

    Nachdem ich letzte Woche in der Funktionsdiagnostik verbracht habe, darf ich mir diese Woche die spannende Tätigkeit im Herzkatheterlabor anschauen. Hier werden Untersuchungen und Wiedereröffnungen der Herzkranzgefäße durchgeführt, z.B. nach einem Herzinfarkt, Herzschrittmacher implantiert oder Verödung am Reizleitungssystem des Herzens gemacht.

    Bei letzterem, der sogenannten Kryo-Ablation, hatte ich heute die Gelegenheit steril mit am OP-Tisch zu stehen. Nur während einer Woche im Monat werden diese Interventionen in dieser Klinik durchgeführt. Der Arzt, dem ich heute zugeteilt war, war sehr nett und hat jeden einzelnen Schritt genau erklärt. Diese Maßnahme wird bei den Patienten durchgeführt, die unter Vorhofflimmern leiden und dieses verstärkt wahrnehmen, z.B. durch Schwindel, Atemnot und Unruhe.

    Unser Arbeitstag in der Klinik dauerte heute nur bis 13 Uhr. Die Mittagspause bis 15 Uhr verbrachten wir in unserer Unterkunft, um uns für die allwöchentliche hausärztliche Fallbesprechung zu stärken.
    fall1fall2

    Wir Klinikstudenten, die diese eigentlich in der Klinik an ausgewählten Fällen mit einem Assistenzarzt machen, hatten uns diese Woche für die hausärztliche Falldiskussion entschieden.

    Dafür ist Herr Dr. Blank, der Initiator des Projektes, eigens angereist, um sich in den kommenden zwei Stunden mit uns den alltäglichen Fragestellungen der spannenden Allgemeinmedizin zu widmen. Jeder Student, der einen interessanten Fall aus seinem Praxisalltag hatte, durfte ihn in der Gruppe vorstellen. Gemeinsam sind wir alle Schritte des Praxisbesuches durchgegangen: Anamnese, Untersuchung, Diagnostik, wichtige Differentialdiagnosen, mögliche Therapieansätze, etc.

    Wir erhielten hilfreiche Tipps und Anregungen, um unsere Fertigkeiten als angehende (Allgemein-)Mediziner zu verfeinern.

    Nach Feierabend suchte die eine Hälfte der Gruppe die Abkühlung im Freyunger Freibad, während die andere Hälfte sich zu Hause ein bisschen Ruhe gönnte bzw. mit den Vorbereitungen des Abendessens begann.
    bad

    Bei leckerem Toast-Hawai ließen wir den Abend an unserer langen Tafel ausklingen. 

  • Tagebuch 9.8.18

    Mal wieder heißt es morgens früh um sechs aufstehen. Doch das fällt gar nicht so schwer, weil die Sonne draußen schon scheint und den Himmel hinter den Hügeln mal wieder orange färbt. Nach dem Frühstück geht es gemeinsam nach Viechtach.

    Als Famulantin in der Inneren nehme ich morgens erstmal Blut ab und gehe danach zur morgendlichen Besprechung. Dann beginnt die Visite, bei der man als Studentin die Krankengeschichten der Patienten und den Verlauf einer Erkrankung ein wenig besser kennenlernen kann. Nach der Visite gucken wir Famulanten einfach was so los ist und üben Zugänge zu legen, Patientenaufnahmen durchzuführen oder schauen in der Ambulanz, ob interessante Untersuchungen anstehen. Heute hatten wir die Gelegenheit auf die Intensivstation zu gehen und bei der Legung eines ZVK (Zentralen Venenkatheters) und bei einer Intubation zuzugucken. Es ist schön als Studentin endlich mal die Abläufe solcher Eingriffe zu sehen, nachdem man schon mal selber an der Uni an Puppen geübt hat. In der Ambulanz können wir auch bei Sonografien mitmachen und auch ab und zu, wenn nicht zu viel los ist, am Patienten selbst üben. Um zwölf gehen wir zum Mittagessen in die Kantine, die gutes Essen anbietet.
    klettern1klettern2klettern3

    Heute hatten wir nachmittags frei, sind also nach dem Essen zurück in die Unterkunft gefahren. Die Gruppe hat sich aufgeteilt für verschiedene Aktivitäten, wie Klettern oder Bogenschießen. Diese Freizeitaktivität wurde von Mesutronic gesponstert. Aber auch die Kletterer hatten wie immer viel Spaß und eine wunderbare Aussicht. Zum Abend kamen dann alle wieder zum Essen zusammen, was immer ein schöner Abschluss des Tages ist.
    b1b2b3b all

  • Tagebucheintrag Freitag, 10.08.2018

    Wie jeden Morgen klingelt der Wecker viel zu früh, doch irgendetwas ist heute anders. Zum ersten Mal in den zwei Wochen hier im Bayrischen Wald begrüßen uns nicht morgendliche Sonnenstrahlen sondern abgekühlte Luft und wolkenverhangene Berge.

    Unseren Tag beginnen wir trotzdem wie sonst auch mit dem Frühstück auf der Terrasse, wobei sich bei einigen das Ende einer anstrengenden, ereignisreichen Woche durch das großzügige Nachfüllen der Kaffeetassen bemerkbar macht.

    Für mich geht es auch schon bald los mit Blutabnehmen und Zugänge legen, in der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie in der Arberlandklinik Zwiesel. Danach zu Morgenbesprechung und Visite. Mittlerweile fühle ich mich richtig wohl hier im Krankenhaus und habe die Möglichkeit viele unterschiedliche Bereiche zu sehen - von im OP zuschauen, in der Notaufnahme mithelfen bis hin zum Kennenlernen der Intensivstation.

    Heute ist ein kurzer Tag auf Station, denn um 13:00 Uhr fahre ich, gemeinsam mit weiteren Praktikanten des Klinikums, zur AOK Regen wo das Teaching „Kreuzschmerz“ stattfindet.

    Als wir gegen 17:00 den Seminarraum verlassen dürfen, freuen wir uns besonders aufs heutige Abendessen – es gibt frisch gefangene Forelle aus dem hauseigenen Teich von Doris und Sepp, den Pensionsbesitzern vom Berggasthof Waldmann. Der Fisch schmeckt großartig!

    Nach dem Essen sitzen wir noch zusammen, spielen Karten und bevor uns die Augen zufallen, schweifen bei einigen die Gedanken schon zum Nähen der Schweinehaxen am nächsten Tag.

  • 11.8.2018 Samstag

    Erst um halb acht trudeln heute in Freyung nach und nach verschlafene Gestalten zum Frühstück ein. Nach einer weiteren tollen, lehrreichen aber anstrengenden Woche können wir heute mal wieder ausschlafen. Das Frühstück ist wie immer eine gemütliche und lustige Angelegenheit, bevor wir uns gegen neun Uhr auf den Weg nach Zwiesel begeben.
    Aussicht 11 450x600

    Nach des bisher tatsächlich durchgehend exzellenten Wetters empfängt uns der heutige Morgen mit einer etwas anderen (wolkigeren) Aussicht, und während der Autofahrt werden die Musik langsam lauter und die Gespräche angeregter, so dass wir schließlich hellwach und gespannt beim Krankenhaus ankommen, wo der heutige Nahtkurs stattfindet. An Schweinshaxen üben wir Grund- oder schwierigere Nahttechniken, manch einer probiert sich schon an komplizierteren Lappenplastiken. Die Schweinefüße sehen besser aus als vorher. Nebenbei findet ein reger Austausch mit den Regenern (lol) und Mandy statt. Zur Stärkung gibt es von der Klinik gestellte Brezeln.
    naht1 600x450

    Nachdem wir diejenigen unter uns auserkoren haben, denen wir zukünftige Schnittwunden anvertrauen würden, und wissen, wen wir nicht über uns am OP-Tisch erblicken wollen, verstreut sich die Runde. Einige holen die Besteigung des großen Arbers nach, die Anderen gehen klettern oder Glasblasen. Glaskugeln, gefüllt mit der eigenen Atemluft und eigens designed werden bald viele Wohnzimmer der Eltern und Großeltern schmücken.
    glasblasen 600x450

    Dort bekommen wir zur Stärkung noch warmen Apfelstrudel mit koffeinhaltigem Heißgetränk gestellt, wonach wir uns auf den Heimweg begeben. Nachdem wir naiv und schon leicht erschöpft nach dem langen Tag der Navigation unserer lieben Zoe (das E-Auto) folgen, finden wir uns plötzlich mitten im tiefsten Wald wieder, normal kann ja jeder. Knackende Äste und unbefestigte Straßen machen dieses Erlebnis adrenalinreich und gefährlich.
    irrfahrt 600x450

    Da wir heute ja noch nicht genug erlebt haben, gehts weiter mit dem ausgleichenden Sport am Abend. Der Wald oder Berg bietet viel Platz zum Joggen, Volleyball, Badminton, Fußball und zur Abkühlung können wir noch dazu eine Runde im hauseigenen Pool unserer Ferienanlage schwimmen. Das Abendessen findet ziemlich zerstreut statt, jedoch beenden wir den Tag zusammen bei einer gemütlichen Lagerfeuerrunde mit Gitarre und Gesang, nur ohne Lagerfeuer. I’M LOVING ANGELS INSTEAD hallt durch die Luft während die ersten Äuglein zufallen.

  • Sonntag 12.08.18

    Nachdem sich unsere Körper langsam an das frühe Aufstehen gewöhnt haben, hält es uns
    leider selbst am Sonntag nicht lange in den Federn. Kaum aufgestanden begeben sich die
    ersten fleißigen Heinzelmännchen in die Küche, um einen leckeren Brunch vorzubereiten.
    Dieser hat natürlich wieder mal alles dabei, was das Herz begehrt: Eier in verschiedenen
    Variationen, Pfannkuchen, frisches Obst und noch vieles mehr.
    Da es aber heute mit der kompletten Gruppe in den bayerischen Nationalpark zum E-
    Mountain-Biken geht, bleibt nicht viel Zeit zum Schlemmen. Schnell wird noch der Abwasch
    erledigt und nebenbei ein paar Brote für die Mittagspause geschmiert, bevor wir dann nach
    Neuschönau aufbrechen.
    photo 2018 08 14 10 46 25 600x388photo 2018 08 14 10 44 58 600x450
    Dort angekommen werden wir gleich von unseren netten Kommilitonen aus Freyung und
    den beiden E-Bike-Guides empfangen. Nach einer kleinen Einführung in die Räder geht es
    auch schon gleich los. Wir durchkreuzen den angenehm kühlen Wald des Nationalparks und
    tauschen immer wieder Erfahrungen aus den vergangenen Wochen aus. Wahnsinn!! Schon
    ist die Hälfte des Erlebnisses „Exzellenter Sommer“ vorbei, geht dem ein oder anderen durch
    den Kopf.
    photo 2018 08 14 10 44 40 450x600photo 2018 08 14 10 44 45 600x450photo 2018 08 14 10 44 47 600x450
    Zur Stärkung machen wir an einer Hütte gegen Mittag kurz halt und genießen unsere
    Brotzeit. Es bleibt noch etwas Zeit für ein Sonnenbad und schon geht es wieder Richtung
    Parkplatz Neuschönau. Die drei Stunden vergingen wie im Flug und wir besprechen nun
    schon mal das Nachmittags-Programm bei Eis und Kaffee.
    photo 2018 08 14 10 46 12 600x450
    Die Meisten haben sich bei den Temperaturen für eine Abkühlung im nahe gelegenen Bade-
    Weiher entschieden. Der andere Teil begibt sich auf die Pirsch ins Tierfreigehege. Beide
    Gruppen kamen voll und ganz auf ihre Kosten.
    photo 2018 08 14 10 46 19 450x600photo 2018 08 14 10 45 36 450x600
    Gegen frühen Abend treibt uns dann doch der Hunger wieder in unsere Unterkünfte und wir
    brechen die Zelte nach einem ereignisreichen Tag im Nationalpark ab.
    Im Berggasthof Waldmann machen sich so gleich die Köche an ihr Werk… Linsenmoussaka
    soll es geben. Und wieder einmal haben sich die „Künstler aus der Küche“ selbst übertroffen.
    ;-)
    photo 2018 08 14 10 46 31 600x450
    Nach dem leckeren Essen werden ein paar Spiele ausgepackt. Zu guter Letzt treffen wir uns
    noch einmal alle draußen vor dem Gasthof und beobachten den Himmel. Es ist
    Sternschnuppen-Nacht. Fasziniert von dem Schauspiel aber dann doch zunehmend müde
    beenden wir nach und nach den Tag. Morgen geht es ja wieder früh los für uns.
    Auf in die zweite Hälfte unseres Abenteuers Bayerischer Wald.
  • Montag, 13.08.18

    Heute begann nach ereignisreichem Wochenende der vorletzte Montag unseres exzellenten
    Sommers. Während die einen am Küchentisch wie gewohnt noch etwas verträumt in ihre Kaffeetasse
    blickten und sich in Gedanken noch irgendwo zwischen Nahtkurs und Mountainbike-Tour befanden,
    einige leise verdrängten, dass nun bereits unsere dritte Woche im Bayerischen Wald angebrochen
    war, fragten sich die anderen, wie es wohl heute in der neuen Arztpraxis wohl zugehen würde. Denn
    dadurch, dass ein paar Praxen in ihren wohl verdienten Urlaub starteten, bekamen wir zum Teil die
    Möglichkeit sogar verschiedenen Ärzten einmal über die Schulter schauen zu dürfen.
    Auch ich war unter denen, die heute den ersten Tag in einer neuen Praxis begannen. Allerdings
    würde ich meine Erwartung, dass meine Erlebnisse und Erfahrungen aus den ersten beiden Wochen
    meines Praktikums eigentlich keinesfalls zu übertreffen waren, schon bald ablegen müssen. In einer
    gesunden Mischung aus allmontäglicher Hektik und bayerischer Gelassenheit wurde ich sogleich
    herzlich vom Praxis Team begrüßt und aufgenommen. Nach kurzer Einarbeitung durfte ich auch
    schon bald mit meiner Kollegin aus dem Projekt, die bereits seit der vorigen Woche in der Praxis war,
    die Patienten zusammen aufrufen und Anamnese erheben sowie allgemeine Check-Up-
    Untersuchungen durchführen. Während sich die Patienten am frühen Vormittag fast im
    Wartezimmer stapelten, hatten wir später als es etwas ruhiger wurde noch die Gelegenheit uns
    gegenseitig mit dem Sono-Gerät zu schallen.
    In der Mittagspause durfte ich anschließend die Ärztin auf die anstehenden Hausbesuche begleiten.
    Auf unserem Weg lagen dabei sowohl das Seniorenheim im Ort, deren Bewohner uns bereits bei
    unserem Erscheinen in der Auffahrt in ihrer gemütlichen Runde bei kühlem Getränk herzlich
    begrüßten, ein etwas abgelegener Hof, bei dem wir noch schnell einen Abstecher zu den kleinen
    Kälbchen machten, und letztendlich auch weitere Patienten, die nicht die Möglichkeit haben, den
    weiten weg in die Arztpraxis zu bewältigen.
    Am Nachmittag konnten wir dann erneut die unglaubliche Spannweite der Krankheitsbilder der
    Patienten, die hier auf dem Land in die Hausarztpraxis kommen, sehen: von Borreliose reichte es
    über den grippalen Infekt bis hin zur orthopädischen Untersuchung beim schmerzenden Knie. Nach
    einem weiteren langen Arbeitstag konnten wir nun noch den letzten Patienten frisch geimpft nach
    Hause entlassen und begaben uns zurück in Richtung unserer Unterkunft. Jedoch hatten wir
    kurzfristig erfahren, dass wir noch heute Abend innerhalb unseres Ferienparks , in dem wir
    untergebracht waren, unsere Wohnung wechseln würden. Nachdem die letzten von uns eingetrudelt
    waren, starteten wir eine bestzeitreife Koffer-pack-Wohnungsräum-aktion und waren innerhalb
    kürzester Zeit für unseren Umzug bereit – eine prima Gelegenheit schon einmal für die Abreise zu
    proben.
    photo 2018 08 16 08 26 40
    Ab jetzt würden wir jeden morgen beim Frühstück nicht mehr wie zuvor im Erdgeschoss
    sondern im 5. Stock die wundervolle Aussicht über Freyung und Umgebung genießen können!
    photo 2018 08 16 08 26 47
  • 14.08.2018

    Wieder ein neuer Morgen an dem der Wecker um 6.15 Uhr klingelt. Während die anderen nach dem Frühstück Richtung Arztpraxen düsen, fahre ich zusammen mit Johanna und Jody ins Klinikum nach Viechtach.
    photo 2018 08 21 08 53 06
    Für mich, als eine der beiden Pflegepraktikantinnen des Projekts, ist es der zweite Tag in der Anästhesie. Ich erlebe einen lehrreichen Tag im OP der Viszeralchirurgie. Neben den zahlreichen Erklärungen, darf ich Tätigkeiten wie Einleitung der Narkose oder Intubieren mit Larynxmaske unter Beaufsichtigung ausführen. Um 12 Uhr treffe ich dann Jody und Johanna in der Kantine, um mit Ihnen gemeinsam Mittag zu essen.

    Unser freier Nachmittag steht an! Da Johanna und ich uns für die Kräuterwanderung eingetragen haben, treffen wir uns mit Isa, um gemeinsam zum Geisskopf zu fahren. Dort erwarten uns die anderen Teilnehmenden. Zusammen mit Mandy besteigen wir gemeinsam den Geisskopf, um in einer spannenden Kräuterwanderung wieder abzusteigen. Karin Müller, eine Kräterpädagogin begleitet uns und egal welche Pflanze wir ihr zeigten - sie kannte sie alle und auch derren Wirkung. Wir sammeln Kräuter und erfahren mehr über ihr Nutzen. Schafgabe zum Beispiel kann man ähnlich wie Pfeffer zum Würzen benutzen, Johanniskraut wirkt antidepressiv und als Öl gegen Verspannungen und die Eberesche wird auch Opernsängerbaum genannt. Zum Abschluss gibt es noch einen kleinen Umtrunk mit Kräuterlimonade aus eigener Herstellung.
    photo 2018 08 21 08 52 56photo 2018 08 21 08 53 02photo 2018 08 21 08 52 44photo 2018 08 21 08 52 36

    Mein Abend endet schließlich entspannt auf der Terasse der Waldmann Pension.

  • 15.08.18


    Da heute Feiertag ist, verbrachten wir den Tag ausnahmsweise nicht bei unseren Ärzten. Ausgeschlafen und mit Rührei gestärkt trafen wir die Bergwacht Grafenau und Wolfstein im Nationalpark Lusen. Mit einer Rangerin wanderten wir die Nordseite des Lusens hoch. Sie erzählte leidenschaftlich über die Geschichte, Pflanzen und Bewohner des Waldes. Der Nationalpark unterliegt dem Prozessschutz, d.h. die Natur wird sich selbst überlassen. Lediglich die Anzahl des Wildes wird auf Grund fehlender Fressfeinde reguliert und es existieren geschützte Gebiete für bedrohte Arten wie die Auerhühner. Auch der Borkenkäfer ist im Nationalpark herzlich willkommen, weswegen einzelne kahle Fichten das Bild des wunderschönen, grün bewaldeten Nationalparks prägen.
    photo 2018 08 17 10 33 49photo 2018 08 17 10 33 19
    Fast oben angekommen stoßen wir auf 2 gestellte Notfälle. Einer der Studenten lag eingeklemmt und vor Schmerz stöhnend unter einem Felsen. Die fachmännische Analyse der Studenten ergab eine Oberschenkelhalsfraktur und ein Schädel-Hirn-Trauma. Nachdem ein Zugang gelegt und Ringerlösung mit fiktivem Fentanyl gegeben wurde, ging es dem Patienten schon besser und die Bergwacht übernahm das Kommando. Schnell war Benni auf der Vakuummatratze und wurde per Falschenzug gesichert, plus Muskelkraft der Studenten und der ausgebildeten Bergrettung bis zum Gipfel transportiert.
    Währenddessen wurde auch die Ehefrau des Verletzten, gespielt von Anna, mit Armschiene und Druckverband optimal versorgt. Fertig für den Helikoptertransport war sie innerhalb kürzester Zeit.
    photo 2018 08 17 10 33 38photo 2018 08 17 10 33 43
    Bei diesem Übungseinatz wurde klar, dass nicht nur die Notfallmedizin eine große Rolle spielt, sondern auch das trittsichere Gehen und Klettern in steinigem Gelände, die richtige Ausrüstung sowie eine gute Zusammenarbeit mit vielen ehrenamtlichen Bergrettern. Diese Fähigkeiten erlangten sie innerhalb der 3 jährigen Ausbildung, die Notfallmedizin, Naturschutz, Luft-, Winter- sowie Sommerrettung enthält.
    Bei dem Beispielfall von Benni wäre es unter 10 Leuten unmöglich gewesen ihn zu bergen.
    photo 2018 08 17 10 33 02photo 2018 08 17 10 33 11photo 2018 08 17 10 33 46
    Zur Belohnung der schweißtreibenden Rettung kehrten wir gemeinsam mit der Bergwacht in die Hütte des Lusens ein. Es gab eine super leckere Brotzeit bestehend aus Schupfnudeln, Kaspressknödel, Kartoffelpuffer, Wammerl und natürlich dem bayerischen Bier.
    photo 2018 08 17 10 33 53
    Der Mittag verlief für die meisten gemütlich ab. Viele entspannten sich bei einem Buch, Mittagsschlaf oder auch dem Schläfchen auf der Heimfahrt.
    photo 2018 08 17 10 33 17
    Den Abend ließen wir nach so einem ereignisreichen und erfolgreichen Tag mit weniger anspruchsvollem TV Programm ausklingen.
  • Tagebucheintrag vom 16.8.18

    schöfwegDie Sonne geht auf und wir sind schon ein
    eingespieltes Team in Freyung.

    Während viele noch durch müde Augen blinzeln und
    ein leises „guten Morgen“ gerade so hervorbringen,
    wird von anderen schon alles für das Frühstück und
    den Tag vorbereitet. Der wunderschöne Ausblick in die
    Natur macht das Aufwachen gleich viel leichter. Beim
    Frühstück wird noch die ein oder andere sich
    anbahnende Krankenhausromanze diskutiert bevor
    wir schließlich alle aufbrechen.
    Die Fahrzeit in die Praxis versüßen wir uns mit unseren
    Lieblingsliedern bei denen wir mit morgendlich
    krächzender Stimme versuchen Adele und Ed Sheeran
    zu imitieren.
    Meine Praxis in Schöfweg - in der wir an diesem Tag
    zwei Studenten sind - hat einen wunderschönen
    Ausblick in die Natur und auch die Patienten an
    diesem Tag stellen sich wieder als sehr unterschiedlich
    heraus und so bemerken wir gar nicht wie die Zeiger
    der Uhr plötzlich auf 10 nach 12 stehen und wir vor
    lauter Anamnesegesprächen, Fäden ziehen und
    Untersuchungen fast vergessen, dass wir heute noch
    viel geplant haben.
    Wir fahren also zurück, essen so schnell wir können
    noch einen Happen mit den anderen und machen uns
    dann auf zum Teaching, bei dem es heute um den
    Umgang mit älteren Patienten geht. Durch spannendeteaching Patientenfälle und das Nachstellen von
    Patientengesprächen lernen wir sehr viel und können
    uns mit allen möglichen Patientencharakteren und den
    Herausforderungen, die das Alter mit sich bringt,
    beschäftigen.
    Jetzt geht es erstmal nach Hause zum Abendessen.
    Während noch ein Kuchen im Ofen unsere Wohnung
    mit Duft erfüllt, kochen wir heute unser Nummer-1-
    Studenten-Gericht: Nudeln mit Pesto. Manchmal muss
    es einfach schnell gehen, um alle hungrigen
    Studentenmägen zu füllen. „Und noch geiler
    Nachtisch!“
    Um den Tag ausklingen zu lassen haben wir uns für einen Kinobesuch in Freyung entschieden.
    Tatsächlich haben wir es geschafft uns zu dreizehnt für einen Film zu entscheiden, der sowohl den
    Mädels, als auch den (sich stark in Unterzahl befindenden) Männern gefällt: Mamma mia!

    Das Kino wird gefühlt von ganz Freyung samt Nachbargemeinden besucht und die Lieder gehen uns
    nach dem Film nicht mehr aus dem Ohr.
    MAMMA MIA, HERE I GO AGAIN hallt durch die Luft während die ersten Äuglein zufallen...
    Und so geht wieder ein lehrreicher, anstrengender und sehr schöner Tag zu Ende.
    kino 600x450
  • Liebes Tagebuch,

    wir wachen auf, an diesem vorletzten Freitag unserer Famulatur, und erneut scheint uns die aufgehende Sonne ins Zimmer. Man muss sagen, dass das das Aufstehen wenigstens etwas erleichtert, wenn der Wecker um 6 Uhr klingelt.
    bettcars morning

    Wir frühstücken auf der Terrasse (mehr oder weniger) gemeinsam, auch wenn um diese Uhrzeit noch viel geschwiegen wird. Danach geht es in unsere uns mittlerweile vertrauten Arztpraxen. Wir haben glaube ich alle dieses verrückte Gefühl, einerseits schon superlange hier zu sein und andererseits schon das baldige Ende unseres Aufenthaltes zu realisieren.

    In der Praxis ist heute nicht allzu viel los, für mich ganz gut, dadurch bleibt mehr Zeit Fragen zu stellen und selbst längere Anamnesen und Untersuchungen mit den PatientInnen zu machen. Auch darin hat man inzwischen eine ziemliche Routine, - ich fühle mich damit schon viel sicherer und kompetenter als am Anfang.

    Meine Praxis ziemlich im Zentrum von Regen, in der Mittagspause kann man sehr schön ein bisschen am gleichnamigen Fluss Regen entlang spazieren. Mit ein paar anderen treffe ich mich im Kurpark zum Mittagessen picknicken und „schmatzen“ (- was, wie mir hier beigebracht wurde, so viel wie quatschen bedeutet).
    picnick

    Danach geht es direkt wieder weiter mit einen Teaching, - heute haben wir wieder Fallbesprechungen! Die machen super viel Spaß. Es ist sehr hilfreich, Fälle, die man erlebt hat, untereinander austauschen zu können, dabei Sachen und Fragen durchzusprechen und von vielen verschiedenen Krankheitsbildern und -geschichten zu hören. Von Facialisparese über Myasthenia gravis bis Rückenschmerz (oder war es doch eine atypische Pneumonie?) war diesmal alles dabei.
    fall

    Nach dieser Woche sind wir schon wieder ziemlich K.O., deshalb haben wir kein großes Freitagabend-Programm geplant, sondern spielen ein paar Karten- und Gesellschaftsspiele, essen leckeres Ofengemüse und passen uns mit ein paar Bier ganz der bayrischen Mentalität an.
    essens

  • Samstag, der 18.08.2018
    sunset

    Es ist bereits die dritte Woche des „Exzellenten Sommers“ vorüber und so langsam dämmert es uns, dass nur noch eine gemeinsame Woche vor uns liegt.  Aber auch heute steht ein ereignisreicher und aufregender Tag an und somit haben wir kaum Zeit uns darüber Gedanken zu machen. Für heute ist das Kinder-Teaching geplant. Und obwohl wir heute ausnahmsweise ein wenig länger schlafen könnten, wachen die ersten Freyunger bereits um kurz vor sechs auf und können die aufgehende Sonne genießen. Es kündigt sich wieder ein warmer und sonniger Tag mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen an.

    Ich für meinen Teil habe heute etwas länger geschlafen und werde durch die Geräusche der fleißigen Helfer geweckt, welche bereits den Frühstückstisch decken und den Staubsauger schwingen.

    Beim ausgiebigen Frühstück mit Müsli, frischem Obst und warmen Brötchen besprechen wir den Ablauf des heutigen Tages, klären letzte organisatorische Unklarheiten und führen eine rege Diskussion über die Artikel der einzelnen Lebensmittel, welche auf dem Tisch stehen.

    Heißt es nun der, die oder das Nutella?

    In Kirchberg im Wald angekommen, wo das Teaching stattfinden soll, werden wir auch schon von Mandy und Dr. Blank begrüßt. Antonia Kubitschek-Sutter (eine ehemalige Teilnehmerin des ersten „Exzellenten Sommers“) und Julia Friedel (schon bekannt aus unserem Sonographie-Kurs vom ersten Wochenende), welche heute das Teaching organisieren, sind auch schon da und erklären uns in der ersten Stunde, bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen, den groben Ablauf und was wir bei der Kinderuntersuchung alles beachten müssen. Und während wir noch über die einzelnen Untersuchungsschritte und wichtige Besonderheiten bei Kindern sprechen, hören wir schon die ersten Kinderstimmen durch das Gebäude hallen.
    IMG 2530 600x400

    Der Vormittag mit den Kindern ist unheimlich abwechslungsreich und die Kinder halten ihre Eltern und uns Studenten ganz schön auf Trab. Es werden die mitgebrachten Teddys und andere Kuscheltiere verarztet, dem ein oder anderen Studenten eine „Spritze“ gegeben, Herz, Lunge und Bauch abgehört, ein Wettbewerb daraus gemacht, wer die besseren Hampelmänner machen kann und noch vieles mehr.

    IMG 2588 600x400IMG 2581 600x400
    Manche gewinnen das Herz der Kinder auch durch ein kleines Bagger-Spiel im Sand oder bringen sie mit Pusteblumen zum Lachen.

    Auch ein kleines 9 Monate altes Baby ist heute dabei, mit dem uns Julia Friedel die Untersuchung bei den ganz kleinen Patienten zeigt und wir lernen heute auch, dass es nicht immer ganz so klappt, wie wir es uns vorgenommen haben oder wie es im Lehrbuch steht.
    IMG 2538 600x400

    So muss man dann auch damit rechnen, dass das ein oder andere Stethoskop zweckentfremdet und in den Mund gesteckt wird.

    Zum Abschluss und zur Belohnung gab es noch Gutscheine und eine Süßigkeiten- & Spielzeugkiste, aus der sich jedes Kind etwas heraussuchen durfte.

      klettergartenphoto 2018 08 20 07 12 17photo 2018 08 20 07 12 13photo 2018 08 20 07 12 21 

    Am Nachmittag haben wir uns in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Die größte Gruppe ist in den Naturhochseilgarten in Schönberg gegangen. Eine weitere hat sich für eine Mountainbike Tour verabredet und ein kleiner Teil von uns hat sich die Stadt Schönberg und das Fußballspiel „TSV Schönberg gegen FC Rinchnach“ angesehen.
    FUSSBALLphoto 2018 08 20 07 13 06

    Als Abendessen zaubert unser heutiger Kochdienst ein mehr als „exzellentes“ Essen. Es gibt einen Eintopf mit Kürbis, Süßkartoffel, Kichererbsen und Frühlingszwiebeln und dazu selbstgemachtes Naan Brot.

    maMPFMUSIC
    Den Abend lassen wir mit Gitarre und Gesang ausklingen; mit teils mehr und teils weniger gut gesungenen Liedern. Als es dann schon ein wenig ruhiger auf dem Geyersberg wird, spielt noch der eiserne Kern „Wer bin ich?“, bis dann auch deren Augen zufallen.

  • Liebes Tagebuch,
    heute war schon der dritte Sonntag im Bayerischen Wald und auch an diesem Morgen werden wir,
    in der Erwartung eines aufregenden Tages, von strahlendem Sonnenschein geweckt. Da die
    Meisten gestern doch recht früh schlafen gegangen sind, konnte man etwas Schlaf nachholen und
    entspannt in seinen freien Tag starten. Dieser wurde sehr unterschiedlich verbracht, je nachdem
    wie erschöpft man von der Woche war entschied man sich für den Besuch einer Therme, die
    Entspannung beim Nichtstun oder die Wanderung durch den Nationalpark.
    photo 2018 08 22 07 53 29
    Für das Letztgenannte hatten sich Einige, mich eingeschlossen, mit dem Ranger Harry Bauer und
    seinem Hund Coco verabredet, um bei einer kleinen Wandertour etwas mehr über den
    Bayerischen Wald zu erfahren.
    photo 2018 08 22 07 53 11
    Gegen 10 Uhr brachen wir in Richtung Siebensteinkopf auf und
    Harry erzählte uns unterwegs viel über die Forstwirtschaft, die Jagd und die Tiere auf die man hier
    treffen könnte. Auch die Probleme mit dem Borkenkäfer wurden uns näher gebracht und wir
    erfuhren wie man versucht mit dem kleinen Kerl fertig zu werden.
    photo 2018 08 22 07 53 16photo 2018 08 22 07 53 21
    Gegen Mittag erreichten wir das
    Gipfelkreuz und stärkten uns mit kleineren Snacks. Neben Snickers und Äpfeln, welche wir von
    Zuhause mitnahmen, füllten vor allem die vielen Beeren am Wegrand unseren Bauch. Man kann
    kaum glauben, wie gut Heidel- und Himbeeren ohne menschliches Zutun wachsen.
    photo 2018 08 22 07 53 18
    Auf dem Weg durch den Park begegneten wir auch den Werken eines Bibers und kurz vor der
    sogenannten Reschbachklause (ein aufgestauter Teich) fühlten wir uns plötzlich wie in Schweden.
    Diese weitgehend unberührte Natur ist einfach herrlich und so war es auch verständlich, dass
    Harry kein gutes Wort für die illegalen Mountainbiker der Region fand.
    Am frühen Nachmittag erreichten wir wieder unsere Ausgangsstelle und da doch noch Viele von
    uns Hunger hatten, begaben wir uns zu einer kleinen Wirtschaft in einem nahegelegenen
    Freilichtmuseum. Hier erholten wir uns von der, bei dieser Hitze, doch etwas anstrengenden
    Wandertour mit kühlen Getränken und leckerer Hausmannskost.
    Anschließend teilte sich unsere Gruppe, wobei Einige das Museum besuchten und die Anderen
    zum Wellenbad im Grafenau fuhren. Da mir der „Knödel“ doch etwas schwer im Magen lag,
    entschied ich mich ebenfalls für das Freibad und so verbrachten wir unseren Nachmittag mit einem
    entspannten Sonnenbad. Zur Abkühlung hüpften wir hin und wieder in die Wellen, testeten die
    Rutsche oder schwammen ein paar Bahnen.
    photo 2018 08 22 07 56 24
    Als der Nachmittag langsam zu Ende ging und die ersten Rücken von der Sonne gebräunt bzw.
    gerötet waren, machten wir uns auf den Heimweg. Zuhause angekommen begannen wir mit dem
    Abendessen, welches sich diesmal aus den Resten der letzten Tage zusammensetzte. Bei
    leckerem Eintopf bzw. Gemüseauflauf bzw. Bratkartoffeln und einem kühlen „Radler“ ließen wir
    den Tag ausklingen.
    Da wir für morgen eine Überraschungs-Geburtstagsparty für eine der Teilnehmerinnen planten,
    begannen ein paar von uns nach dem Essen einen Spezial-Marmorkuchen in Form einer Avocado
    zu backen.
    photo 2018 08 22 07 56 31
    Nebenbei schauten wir zusammen etwas Fernsehen und veranstalteten nach dem
    backen noch eine kleine Tanzparty.
    Als sich der Uhrzeiger dann bedrohlich nahe der Mitternacht näherte, beendeten wir den Tag und
    schliefen mit Gedanken an die kommende, leider schon letzte, Woche im schönen Bayerischen
    Wald ein.
  • Di, 21.08.2018

    Heute wäre ein vergleichsweise ereignisarmer Tag für die exzellenten Studenten des
    Teams Regen. Dachten wir zumindest bis ich mich beim Frühstück dazu entschloss die
    Kaffetasse eines Kollegen über den ganzen Tisch zu entleeren. Guten Morgen!
    Danach strömten wir alle wieder in unsere Praxen und Kliniken aus um die vielen
    Patienten des Arberlandes mit unserem studentischen Charme und hart erlerntem
    Halbwissen zu erfreuen.
    Freundlicherweise dürfen auch die Studenten der Zwieseler Praxen in der
    ausgesprochen guten Kantine des Klinikums essen und so traf sich heute Mittag eine
    kleine Gruppe zu exzellentem Eintopf, Putenbraten oder Heidelbeerauflauf. Vielen Dank
    an das Krankenhaus Zwiesel!
    Das heutige Teaching war erst für 16 Uhr angesetzt, also hatten wir am Nachmittag
    etwas Luft, die viele dazu nutzten um ein beherztes Mittagsschläfchen einzulegen
    (inzwischen spüren wir alle die Belastung der letzten 3 Wochen) oder eine Runde Sport
    zu treiben.
    Das Thema des heutigen Teachings war Balint-Gruppen mit Dr. med. Egid Werner. Das
    sind Gruppen von Ärzten, die sich regelmäßig treffen um schwierige Situationen mit
    Patienten zu diskutieren und sich so weiterzubilden, wie man damit umgehen und eine
    gute Beziehung zum Patienten aufbauen kann. Schnell bildeten wir zwei Probegruppen
    und diskutierten jeweils einen Fall aus den letzten drei Wochen. Das war eine
    spannende Erfahrung bei der alle Beteiligten viel lernen konnten!
    Trotzdem sind ein paar Studenten des Redens noch nicht müde geworden, denn um
    mich rum im Fernsehraum unserer Unterkunft, des Berggasthofs Waldmann, laufen
    noch hitzige Gespräche während ich diesen Eintrag schreibe.
    Unten in der Küche bereitet das Küchenteam bereits das Abendessen vor: Paprika gefüllt
    mit Reis-Pute-Curry und Tomate-Zucchini-Reis-Feta.
    Kulinarisch sind wir hier auf jeden Fall ausgezeichnet versorgt.
  • Endspurt!

    Leider neigt sich unsere Zeit im bayerischen Wald dem Ende zu. Wir genießen die restliche Woche. Wie gewohnt starteten wir mit einem leckeren vitaminreichen Frühstück (Müsli) auf unserer schönen Terrasse in den Tag 😊
    1Frühstück 600x338

    Vormittags ging es für alle in die Praxen/Kliniken – für mich in die Gemeinschaftspraxis Bayerwald in Kirchberg. Mittlerweile bin ich wirklich gut ins Team integriert und die vier Stunden in der Arztpraxis vergingen wie im Flug. Nach einer erholsamen Mittagspause im Kurpark in Regen stand ein Teaching in der AOK auf dem Programm. Heute hatten wir Fallbesprechungen mit der Allgemeinärztin Ina Steckenreuter. Wir hatten die Gelegenheit ganz alltägliche sowie interessante Fälle, die wir erlebt haben der Gruppe vorzustellen und gemeinsam zu besprechen. Auch die Ärztin gab das ein oder andere „Schmankerl“ aus ihrem Praxisalltag zum Besten.
    2Tagesablauf 600x338

    Zurück im Waldmann konnten wir die Zeit bis zum Abendessen noch gut nutzen und haben dem Aussichtsturm Langdorf einen kleinen Besuch abgestattet. Man muss sich das Abendessen ja schließlich verdienen! Der Ausblick ist die Strapazen auch wirklich wert. Wir haben die gute Luft des Bayerwaldes förmlich aufgesaugt 😉
    3Aussichtsturm 600x338

    Zum Ausdehnen gab es noch eine Yogasession bei der sich die Hündin Fipsi mit Abstand am besten geschlagen hat.
    4Yoga 600x338

    Danach wurde wieder einmal ordentlich aufgekocht. Es gab viiiiel Gemüse: Spätzle mit Linsen – ein echter schwäbischer Klassiker. Obermegaaffenlecker!
    5Abendessen 600x338

  • Donnerstag, 23.08.2018

    Während einige von uns heute Morgen wieder mit einem wunderschönen Sonnenaufgang aufgewacht sind, wurden die anderen von einem lauten Schrei geweckt – je nachdem, wen man so als Zimmernachbarn hat, kann schließlich auch mal eine Plastikschlange morgens im Bett liegen und für ein plötzliches Erwachen sorgen.
    23.423.5

    Nach dem Frühstück ging es dann das vorletzte Mal in unsere Praxen - schon ein eigenartiges Gefühl, dass unsere Zeit hier bald schon vorbei sein soll. Gerade jetzt, wo man das Gefühl hat sich so richtig in den Praxisalltag eingefunden zu haben, zunehmend immer mehr Patienten kennt und inzwischen auch mit all den Geräten umgehen kann.
    Für den Nachmittag war eigentlich noch einmal eine Kanutour auf dem Regen geplant, die mangels Wasser leider wieder nicht stattfinden konnte. So hatten wir einen Nachmittag zur freien Verfügung, den wir für ganz unterschiedliche Aktivitäten genutzt haben.

    Nach unserem gemeinsamen Mittagessen ging es nicht wie gewohnt gleich weiter zu Teachings oder Freizeitaktivitäten, sondern viele von uns nutzen die Zeit erstmal für ein kleines Nickerchen.

    Anschließend wurden die Abschiedsgeschenke vorbereitet, gebacken und dann ging`s nochmal raus, das schöne Wetter genießen. Egal ob ein paar Stündchen im gemütlichen Biergarten, beim letzten gemeinsamen Joggen durch den Wald, beim Schwimmen oder beim Volleyball spielen - wir alle haben unseren freien Nachmittag noch einmal in vollen Zügen genossen.
    23.22323.623.7

    Abends wurde das Team Freyung dann noch ein bisschen kreativ. Um uns in Zukunft auch an unsere schöne gemeinsame Zeit im bayrischen Wald zu erinnern, haben wir uns alle noch auf gemeinsamen Andenken  verewigt. Danach haben wir den Abend gemütlich beim „Wolken-Deuten“ ausklingen lassen.

  • Tagebuch 24.08.

    Mit gemischten Gefühlen starteten wir in den letzten Tag in unseren Praxen und den Kliniken mit einem wunderbaren Sonnenaufgang.
    24.8.7
    4 Wochen waren wie im Flug vergangen. Die am Vorabend mühevoll gebackenen Kuchen wurden verpackt und bedruckte Tassen als Andenken und Dankeschön für die Ärzte erhielten noch den letzten Feinschliff, bevor wir starteten. Ich darf Euch heute mit auf meinen letzten Tag im Klinikum Waldkirchen, einer der Klinken am Goldenen Steig, in die Unfallchirurgie mitnehmen. Auch hier spürte man von Anfang an, dass man nicht als einer von vielen anonymen Praktikanten in einem riesigen Krankenhaus unterging, sondern kannte bereits nach ein paar Tagen alle Ärzte und kam in den Genuss, vielfältige spannende Fälle aus den unterschiedlichen Fachrichtungen zu sehen. Während der morgendlichen Blutabnahmerunde wurde ich von manchen Patienten schon freundlich mit „Der Vampir kommt wieder…“ begrüßt, danach ging es in den OP und zu spannenden Fällen in die Patientenaufnahme und Ambulanz. Währenddessen versuchte ich, mich bei allen Ärzten und Schwestern zu bedanken, die mich in den vergangenen Wochen mit viel Mühe und Geduld beim Lernen unterstützten. Selbst in einem ländlichen Krankenhaus verliert man bei den engagierten Mitarbeitern schnell den Überblick.

    Als Highlight des Tages lernten beim Herz-Teaching heute alle Studenten des Teams Freyung das Krankenhaus Waldkirchen kennen. Dr. Zwiebel und Dr. Sterr, sowie zwei engagierte Assistenzärzte unterrichteten uns im Herz-Echo, der richtigen Untersuchung bei Verdacht auf Herzinsuffizienz und scheuchten uns von Patient zu Patient, um unter erschwerten Bedingungen auskultieren zu lernen und noch das feinste Herzgeräusch identifizieren zu können. Die Patienten ertrugen die Meute an Studenten zum Glück gelassen.
    24.08.524.8.6

    An dieser Stelle möchten wir uns herzlich beim gesamten Team der internistischen Station des Klinikums Waldkirchen, insbesondere aber auch Dr. Zwiebel und Dr. Sterr für das spannende Teaching bedanken!

    Der Regionalmanager des Landkreises Freyung-Grafenau Herr Schuster überrasche uns am Abend zur Schlüsselübergabe noch mit kleinen Präsenten und wünsche uns alles Gute auf unserem weitern Weg. Auch wir sind ihm für die Unterstützung in den letzten Wochen, aber auch seine geliehene Gitarre, ohne die der eine oder andere musikalische Abend ausgeblieben wäre, sehr dankbar! Wir durften den Landkreis Freyung-Grafenau in den letzten Wochen von seiner schönsten Seite kennenlernen und werden den beeindruckenden Ausblick vom Geyersberg sicherlich vermissen.
    24.8.4

    Zur Abschlussrunde in Regen waren die Retter des Abends eindeutig Korbinian und Wanjun.
    24.08.224.8.3

    Auch hier nutzten wir die Gelegenheit, uns stellvertretend für alle Organisatoren und Unterstützer der vergangenen vier unvergesslichen Wochen noch einmal von Herzen bei Mandy Kölbl zu bedanken. Den einen oder anderen wird es mit Sicherheit wieder in den wunderschönen Bayrischen Wald verschlagen. Hier durften wir hausärztliche Versorgung kennenlernen, wie es in überversorgten Universitätsstädten nur selten möglich ist. Nach einem ereignisreichen Tag heißt es Gute Nacht!
    24.8.1

  • Der Vorletzte Tag…

    Begann mit einer bedrückten Stimmung – wie schnell doch die letzten Wochen vergangen sind! Wir saßen am Frühstückstisch und kauten nachdenklich auf unseren Broten rum.

    frühstückDoch viel Zeit hatten wir nicht, da heute noch ein Programmpunkt bevorstand: Die Mitarbeit im Kassenärztlichen Notfalldienst.

    Darauf habe ich mich schon sehr gefreut – eine gute Abwechslung zur täglichen Routine. Wir fuhren zu den jeweiligen Praxen und ich sah schon den einsatzbereiten Notarztwagen auf dem Parkplatz stehen.

    Zunächst begann der Praxisalltag – Impfen, Verbandswechsel, Blut abnehmen… Plötzlich ging jedoch der Piepser an – mitten in einer Sprechstunde. Der Patient wurde fertig versorgt, der Arztkoffer gepackt, die Treppe runtergerannt. Anschnallen, Blaulicht und Sirenen an – jetzt kann es losgehen. Während wir fuhren teilten sich vor uns die Straßen, Autos weichten vor uns, fuhren legal über rote Ampeln mit 70km/h innerorts. Da wir auf dem Land waren, muss man schon mit 20 bis 30 Minuten rechnen, bevor der Notarzt ankommt.

    Als wir den Notfallort erreicht haben, war ich froh, dass der Rettungswagen schon da war. Die Rettungssanitäter haben den Patienten schon auf die Liege gelegt, EKG, Blutdruck und Sauerstoffsättigung wurden nebenbei gemessen. Wir fragten was passiert ist – Junger Patient (8 Jahre) wurde von einer Wespe gestochen mit Verdacht auf eine anaphylaktischen Reaktion. Hautrötung, Quaddeln, Juckreiz und spastische Atemgeräusche bestätigte die Annahme. Schnell wurde ein Zugang gelegt, Cortison, Antihistaminikum und Glukokortikoide hochdosiert gespritzt. 

    Da man Kindern nach solch einer Reaktion überwachen sollte und die nächste Kinderklinik mit dem Wagen erst in 40 Minuten erreichbar war, wurde ein Helikopter einbestellt, der den Jungen schon in 15 Minuten bis zur nächsten Kinderklinik gebracht hat.

    Nach dem Einsatz fuhren wir wieder zurück in die Praxis. Es war für mich sehr aufregender, spannender und lehrreicher Einsatz. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert und wir wüschen dem Patienten noch alles Gute!

  • Abreise

    4 Wochen sind vorbei - aber eins ist gewiss, es war eine tolle Zeit!! 
    Wir sehen uns wieder!!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok