Exzellenter Sommer Tagebuch
Mittwoch, 02.10.2024
Liebes Tagebuch,
heute in der Hausarztpraxis gab es einen besonderen Fall, der mich noch lange begleiten wird. Ein Patient kam mit einer auffälligen Hautstelle, die entfernt werden musste. Die Entscheidung zur Entfernung wurde schnell getroffen, und ich durfte dabei helfen. Nachdem die Stelle präzise herausgeschnitten war, konnte ich die Haut fachgerecht nähen. Es war ein aufregender Moment, diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen zu dürfen, und es fühlte sich gut an, den Eingriff erfolgreich abzuschließen. Solche Erfahrungen zeigen mir, wie vielseitig die Arbeit in der Praxis ist und wie wichtig es ist, sich immer weiterzuentwickeln.
Nach der Praxis ging es direkt weiter mit den Vorbereitungen für die Abschiedsparty. Die Häuser des Projektes hatten sich bereit erklärt, für das Essen zu sorgen, während unser Haus in Viechtach, das größte von allen, die Verantwortung für die Getränke übernahm. Alle halfen mit, um den Abend perfekt zu machen, und die Vorfreude war spürbar.
Ein besonderes Highlight des Abends war der Besuch von Wolfgang und Elisabeth. Wolfgang hielt eine herzliche Ansprache, in der er uns einige wichtige Worte für unseren weiteren Weg mitgab. Seine Rede war inspirierend und gab dem Abend eine sehr persönliche und bedeutungsvolle Note.
Danach wurde ausgelassen gefeiert. Wir lachten, tanzten und genossen die gemeinsame Zeit. Der Abschied von der gesamten Gruppe fiel schwer, denn wir hatten über die Zeit eine starke Verbindung zueinander aufgebaut. Trotzdem war es ein wunderschöner Abschluss eines besonderen Kapitels, der uns alle in Erinnerung bleiben wird.
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So langsam, aber sicher neigt sich dieses tolle Projekt dem Ende zu. Der Morgen im Haus Grafenau verlief wie gewohnt routiniert und die Gesunden machten sich pünktlich auf den Weg in die Praxen und Kliniken.
In meiner Arztpraxis waren heute unter anderem zwei Patienten zur Befundbesprechung da. Beide hatten wir vor dem Wochenende in Kliniken eingewiesen und tatsächlich gingen die Verdachtsdiagnosen in die richtige Richtung. Bei einem Patienten konnte eine akute Ischämie des Herzens ausgeschlossen werden, bei der anderen Person wurde eine Gefäßerkrankung bestätigt.
Nach einer kurzen Mittagspause machten wir uns auf den Weg in die AOK in Regen zur Balint-Gruppe. Dr. Werner hat uns dort zuerst eine kurze Einführung gegeben, danach durften wir direkt mit einem Fall starten. Eine Person aus der Gruppe hat von einer Erfahrung in ihrer Hausarztpraxis berichtet, bei der sie mit dem Thema Suizidalität eines Patienten alleine konfrontiert wurde. Wir als Gruppe haben zugehört, diskutiert und Lösungswege gesucht. Auch die Themen Fehlerkultur in der Medizin und von sich enttäuscht sein, obwohl man sein Bestes gegeben hat, wurden in unserer Gruppe angesprochen. Es war eine großartige Erfahrung und wir sind dankbar, dass so viel gegenseitiges Vertrauen und Diskussionsbereitschaft in unserer Gruppe vorhanden waren.
Direkt im Anschluss fuhren wir weiter ins Haus nach Viechtach. Dort erwarteten uns bereits alle anderen sowie Wolfgang und Elisabeth zur Abschiedsparty. Nach sehr wertschätzenden und motivierenden Worten von den Leitenden des Projekts ließen wir den Abend mit Salaten, Brezeln und Zimtschnecken und dem ein oder anderen Kaltgetränk ausklingen. Es wurde getanzt, gelacht und zum Abschied ein paar Tränchen vergossen.