Exzellenter Winter Tagebuch
Mittwoch 23.09.2026
Der Morgen hat wieder mit einem Sonnenaufgang begonnen, für den sich das frühe Aufstehen fast schon lohnt. Auf der Strecke gibt es immer wieder etwas zu entdecken wie Rehe am Wegesrand oder in Nebel getauchte Waldabschnitte. Diese kleinen Momente lassen mich die Natur des Bayerischen Waldes noch einmal ganz anders wertschätzen.
Mein Weg vom Parkplatz führt mich außerdem an der Donau entlang. Die Zeit nutze ich gerne, um die Fälle und Erlebnisse des Tages noch einmal Revue passieren zu lassen.
Heute konnte ich endlich die im Sonographie-Teaching erworbenen Fähigkeiten in der Praxis anwenden und durfte zwei Schilddrüsen und ein Abdomen schallen. Es war ein richtiges Erfolgserlebnis, das im Teaching Gelernte nun auch direkt am Patienten anwenden zu können.
Besonders spannend finde ich, dass in meiner Praxis so viele Ärztinnen und Ärzte tätig sind. So bekomme ich die Möglichkeit, verschiedene Arbeitsweisen kennenzulernen und zu sehen, wie unterschiedlich sie Gespräche, Untersuchungen und Behandlungssituationen angehen.
Außerdem ist es schön, Patientinnen und Patienten aus den vergangenen Tagen wiederzusehen und ihre Krankheitsgeschichten weiterzuverfolgen. Gerade dieses lange Begleiten empfinde ich als eine der schönsten Seiten der hausärztlichen Versorgung.
Die Zeit verfliegt dabei jedes Mal viel zu schnell und schon war ich wieder auf dem Weg zurück zu unserer Unterkunft, wo das nächste Teaching stattfand. Dieses Mal standen erneut Fallvorstellungen auf dem Programm. Jeder sollte dafür einen etwas komplexeren Fall aus der Praxis mitbringen. Das hilft enorm dabei, nicht nur verschiedene Krankheitsbilder kennenzulernen, sondern auch die Herangehens- und Denkweisen, die notwendig sind, um solche Fälle strukturiert zu bearbeiten. Dabei konnte ich üben, die wichtigsten Infos kompakt zu präsentieren und dabei wichtige Differenzialdiagnosen und Red Flags im Blick zu behalten.
Nach dem Teaching haben wir den Abend mit einem Spaziergang ausklingen lassen und anschließend gemeinsam gekocht und Spiele gespielt. So konnten wir noch einmal etwas abschalten und Kraft für den nächsten Tag tanken.



