Exzellenter Winter Tagebuch
Sonntag, 03.03.2024
Es ist 7.30 und ich frage mich, warum um Himmels Willen ich schon wach bin. Eine Woche – und schon ist man im Rhythmus drin. Das ging schnell. Inzwischen fühle ich mich aber auch schon wirklich eingelebt und bin bereit, unseren ersten freien Tag in vollsten Zügen zu genießen. Heute ist auch der erste Tag, an dem sich unser Haus in zwei Gruppen aufteilt. Die einen sind bereits auf ihrem Weg nach Passau, als ich noch etwas verdetscht die Treppen auf dem Weg in die Küche hinunterlaufe. So ruhig habe ich unser Haus noch nie erlebt. Die anderen scheinen das Ausschlafen ernster zu nehmen als ich. Doch schon höre ich die ersten Fußstapfen und mein Chauffeur betritt die Küche. Ich mache mich an die Vorbereitung meines Sauerteigbrotes für den nächsten Morgen und entscheide mich, dass es zur Feier des Tages Pfannkuchen geben soll. Da nun auch die anderen beiden ihr Gemach verlassen haben und uns mit ihrer Anwesenheit beehren, begeben wir uns zu Tische und machen uns glücklich über unsere Pfannkuchen her. Doch schon ruft der Berg und wir packen unsere Sachen, um mit den Grafenauern den Lusen zu erklimmen. Nach gesangsintensiven 40 Minuten parken wir unseren dynamischen Schlitten und stellen etwas baff fest, dass doch noch deutlich mehr Schnee liegt als erwartet. Naja – wir sind ja nicht aus Zucker! Zu Zehnt machen wir uns auf. Es geht bergauf; der Weg ist schneebedeckt – das entpuppt sich für manche aufgrund ihrer optimistischen Schuhwahl als kleine Rutschpartie. Da wir alle aber noch jung und frisch sind, schaffen wir auch das problemlos. Oben angekommen stellen wir mit großem Enttäuschen fest, dass die Hütte geschlossen hat. Wir packen also unser Notfall-Corny aus und genießen das tolle Wetter und die atemberaubende Aussicht. Nun begeben wir uns schon wieder auf den Rückweg. Dieser stellt sich als Herausforderung heraus. Es geht nun steil bergab und wir schlittern vor uns hin. Bis die Person mit dem optimistischen Schuhwerk auf die brillante Idee kommt, einfach ihre Jacke als Rodel zu benutzen. Wir machen uns also rodelnd auf den Weg zum nächsten Gasthof, wo wir einmal die ganze Speisekarte bestellen und gesellig unser Mahl verschlingen. Als die ersten Abendsonnen-Strahlen durch die Gasthof-Fenster scheinen, brechen wir auf. Schweren Herzens trennen sich hier unsere Wege. Mit vollen Bäuchen genießen wir die etwas ruhigere Rückfahrt, alle etwas geschafft von unserer kleinen Rodel-Aktion. Zuhause angekommen ziehen wir uns alle erstmal zurück. Das Brot wird gebacken und wir lassen den Abend auf dem Sofa ausklingen.