Exzellenter Winter Tagebuch
Freitag, 01.03.2024
Gegen 6:30 Uhr klingelte heute, am 5. Praxistag wieder der Wecker. Das Aufstehen fällt den meisten von uns mittlerweile schon leichter. Als Fahrerin auch die richtigen Abzweigungen zu nehmen und allmorgendlich die Serpentinen zwischen Pfaffenzell und Arrach richitg einzuschätzen ist schon viel einfacher, eigentlich Routine geworden.
In der Praxis angekommen werde ich, wie jeden Morgen, wieder wärmstens empfangen. Und bei einer Tasse Kaffe im Personalzimmer, geben mir die MFAs die besten Tipps für das sonnige Wochenende, das uns bevorsteht.
Der Arbeitstag in der Praxis findet für mich überwiegend in meinem eigenen Sprechzimmer statt. Hier darf ich heute verschiedene Klassiker der Allgemeinmedizin Ersteinschätzen und Untersuchen, Bindehautentzündung, Grippe, Erkältung. Nach einer Woche fällt es mir schon relativ leicht die Symptome einzuordnen und die anfängliche Unbeholfenheit ist überwiegend verflogen.
Mein ärztlicher Kollege zeigt mir zwischendurch immer wieder verschiedene Funktionen, heute ist es das Belastungs-EKG auf dem Ergometer im Keller. Die Offenheit der Kolleg*innen ist toll und schafft eine gute Lernatmosphäre, man zeigt mir, dass jede noch so dumm erscheinende Frage gestellt werden darf.
Die erste intensive Arbeitswoche Woche liegt hinter uns. Neben spannenden Begegnungen und Krankheitsbildern in der Praxis, konnten wir im Sono-Kurs, dem Wissenscoaching und den Fallbesprechungen schon so Einiges mitnehmen. Ich freue mich sehr über den heutigen freien Nachmittag um mal alles sacken zu lassen und mit den anderen die Woche zu rekapitulieren.
Nach der Arbeit düsen wir nach Hause und es gibt erstmal Mittagessen und eine ordentliche Mittagspause.
Nachmittags soll es schließlich für die meisten der Viechtacher in die Therme gehen. Hier teilt sich die Gruppe: ein Teil verschwindet in die Sauna, ein anderer Teil besucht die Schwimmhalle. An diese sind sogar ein Dampfbad und eine Infrarotkammer angegliedert. Was wie ein „gewöhnlicher“ Schwimmbadausflug aussieht, entpuppt sich schnell als Place-to-be am Freitag Abend. Mit Einbruch der Dämmerung wird im Bademeister Kabuff der CD-Koffer ausgepackt und die Musik aufgedreht und mit zunehmender Dunkelheit verwandeln die Spots, die überall in der Halle hängen das Becken in einen Nachtclub. Die Musik wird lauter, die Gästezahl (Durchschnittsalter 10 Jahre) steigt. Später wird es sogar eine Nebelmaschine geben. All das beeindruckt uns ziemlich und wir haben eine super Zeit und einen tollen Start ins Wochenende.
Nach dem Schwimmbad haben alle Kohldampf und wir fahren schnurrstracks nach Viechtach in der Gaststätte und bekommen zum Glück noch ein paar Fritten mit Currywurst.
Müde und satt geht’s nach Hause, wo gleichzeitig auch die Gruppe, die den Abend auf dem Starkbierfest in Bodenmais verbracht hatte ankommt.
Alle trudeln im Wohnzimmer ein, wo man sich entweder hinflätzen kann, oder mit dem kreativ Kollekt Kerzen gestalten darf. Im Fernsehen läuft „Let´s dance“ und ich entscheide mich fürs Sofa, wo mir schon bald die Augen zufallen. Erholung ist wichtig, schließlich steht morgen um 10:00 Uhr schon das nächste Teaching an…