Exzellenter Sommer Tagebuch
Wie gewohnt klingelt der Wecker um 6:00 Uhr morgens, die letzte Woche des Projektes beginnt. Langsam stehe ich auf, die 18km von gestern sind doch mehr auf Muskeln und Gelenke gegangen, als ich dachte. Was würde meine Ärztin wohl ihren Patienten mit den gleichen Beschwerden empfehlen?
Körperliche Schonung ist heute nicht drin, aber der erste Kaffee am Morgen bringt zumindest eine kurzfristige Linderung der Beschwerden.
Mit 4 Min Verspätung geht es Richtung Auto, erstes Ziel: die nächste Tankstelle, dank Selbstbedienung ist diese 24h geöffnet. Mit vollem Tank geht es über die nächsten Dörfer, Ziel ist Eging am See. Die Felder sind teilweise in Nebel gehüllt, am Ende der Fahrt wandert die Sonne endlich über die Wälder und die Maisfelder erleuchten in einem wunderschönen orangenen Ton. Rehe haben wir ausnahmsweise heute nicht gesehen, dafür die ein oder andere Katze.
Sobald ich Clara abgesetzt habe, geht es für mich nach Neukirchen zu Frau Dr. Blüml.
Bereits beim Einparken merke ich, dass heute ein ereignisreicher Tag bevorsteht. Durch die Vertretung zweier Praxen ist der Parkplatz bereits um 7:30 Uhr gut gefüllt.
Mein erster Patient kommt zu der Besprechung der Langzeit-Blutdruckmessung. Da er bereits Donnerstag und Freitag da war, kenne ich ihn mittlerweile und darf mit dem Gespräch allein beginnen. Die nächsten Patienten sind Vertretungsfälle, da wir bis jetzt nur vereinzelt oder gar keine Informationen in der elektronischen Akte haben, erfolgt eine etwas ausführlichere Anamnese. Bei der nächsten Patientin fiel in der routinemäßigen Gesundheitsuntersuchung bereits letzte Woche ein auffälliger Urin auf, übers Wochenende hat sich schlussendlich eine Harnwegsinfektion entwickelt. Eine Antibiotika-Therapie mit Cefuroxim wird eingeleitet. Natürlich dürfen die Infekt-Patienten nicht fehlen, seit Anfang September hat die Frequenz spürbar zugenommen.
Da heute der erste Tag im neuen Quartal war und morgen Feiertag ist, wurden wir für den Nachmittag von unseren ÄrtzInnen freigestellt. Schnell umziehen und ab gehts wieder ins Auto. Erst nach Eging, dann über Hengersberg nach Schwarzach. Dort werden die Fahrgemeinschaften zusammengeführt und mit zwei Autos geht es weiter nach Regensburg. Die zweite Hälfte der Fahrt wird schon eifrig genutzt, um den Tagebucheintrag vorzubereiten.
In Regensburg lassen wir uns von den bunten Gassen treiben, natürlich wieder mit einem Kaffee in der Hand. Später geht es nochmal zurück zur Rösterei, um sich für die Heimat einzudecken (Rehorik ist eine klare Empfehlung!). Nach einer mehrstündigen Sightseeingtour auf eigene Faust lassen wir uns mit leckerem vietnamesischem Essen an der Donau nieder und genießen einen wunderschönen Sonnenuntergang. Der Verdauungsspaziergang führt uns zurück zum Parkplatz und die übrigen Autos werden auf dem Weg zurück nach Lalling wieder eingesammelt.
Gegen 21:15 Uhr sind wir wieder daheim, für die ersten geht es auf direktem Wege ins Bett, wir anderen liegen noch beisammen und schauen das Spikeball Finale der Frauen nach.
Mit den Gedanken an die Pläne für morgen geht es auch um elf für mich ins Bett.